Winterraps - ein guter Gülleverwerter!
Gerade deshalb ist eine ausgewogene und standortangepasste Düngung in dieser Entwicklungsphase besonders wichtig. Wer im Herbst die Grundlage für ein kräftiges Wurzelwachstum und eine stabile Pflanzenentwicklung legt, schafft beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ernte im Folgejahr.
Herbstentwicklung legt den Grundstein
Die Ertragsanlagen des Winterrapses werden bereits im Herbst angelegt. Daher muss die Pflanze frühzeitig ausreichend mit Nährstoffen versorgt sein. Eine gute Herbstentwicklung kann den späteren Ertrag wesentlich beeinflussen. Im Vordergrund steht dabei nicht übermäßige Blattmasse, sondern vor allem ein kräftiges Wurzelwachstum.
Ziel ist ein gut entwickelter Bestand mit acht bis zehn Blättern je Pflanze und einem Wurzelhalsdurchmesser von rund einem Zentimeter vor der Winterruhe. Besonders wichtig ist eine tiefreichende Pfahlwurzel, da sie Wasser und Nährstoffe effizient erschließen kann. Ein gut ausgebildetes Wurzelsystem verbessert zudem die Widerstandskraft gegenüber Trockenphasen und unterstützt den Bestand beim Start im Frühjahr.
Der Blattapparat soll ausreichend entwickelt sein, darf aber nicht zu üppig werden. Zu stark entwickelte Bestände können im Winter anfälliger für Frostschäden sein. Entscheidend ist daher ein ausgewogenes Verhältnis zwischen oberirdischem Wachstum und Wurzelentwicklung.
Ziel ist ein gut entwickelter Bestand mit acht bis zehn Blättern je Pflanze und einem Wurzelhalsdurchmesser von rund einem Zentimeter vor der Winterruhe. Besonders wichtig ist eine tiefreichende Pfahlwurzel, da sie Wasser und Nährstoffe effizient erschließen kann. Ein gut ausgebildetes Wurzelsystem verbessert zudem die Widerstandskraft gegenüber Trockenphasen und unterstützt den Bestand beim Start im Frühjahr.
Der Blattapparat soll ausreichend entwickelt sein, darf aber nicht zu üppig werden. Zu stark entwickelte Bestände können im Winter anfälliger für Frostschäden sein. Entscheidend ist daher ein ausgewogenes Verhältnis zwischen oberirdischem Wachstum und Wurzelentwicklung.
Boden- und gewässerschonende Stickstoff-Düngung
Stickstoff ist jener Nährstoff, der Ertrag und Ölgehalt des Rapses besonders stark beeinflusst. Gleichzeitig ist gerade im Herbst Zurückhaltung gefragt. Eine überhöhte Stickstoffversorgung fördert vor allem die Bildung von Blattmasse, kann die Winterhärte vermindern und erhöht das Risiko von Nährstoffverlusten.
Je nach Standort, Vorfrucht, Bodenvorrat und Bestandesentwicklung reichen im Herbst meist 30 - 50 kg Stickstoff je Hektar aus. Eine wichtige Entscheidungshilfe ist die Bestandesbeurteilung Anfang Oktober. Schwache, zögerlich entwickelte oder gelblich bis rot-violett verfärbte Pflanzen können auf einen Nährstoffmangel hinweisen. Bei kräftigen, gut entwickelten Beständen ist eine zusätzliche Herbstdüngung hingegen oft nicht notwendig.
Eine Stickstoffgabe sollte grundsätzlich nicht zu früh erfolgen. Vor dem 4-Blatt-Stadium ist Zurückhaltung sinnvoll, da dadurch das Wurzelwachstum gefördert wird. Bei der Düngerform ist im Herbst eine nitratfreie beziehungsweise ammoniumbetonte Düngung von Vorteil. Ammonium unterstützt das Wurzelwachstum und vermindert gleichzeitig die Gefahr einer übermäßigen Nitratanreicherung in der Pflanze. Diese kann die Frostempfindlichkeit erhöhen.
Je nach Standort, Vorfrucht, Bodenvorrat und Bestandesentwicklung reichen im Herbst meist 30 - 50 kg Stickstoff je Hektar aus. Eine wichtige Entscheidungshilfe ist die Bestandesbeurteilung Anfang Oktober. Schwache, zögerlich entwickelte oder gelblich bis rot-violett verfärbte Pflanzen können auf einen Nährstoffmangel hinweisen. Bei kräftigen, gut entwickelten Beständen ist eine zusätzliche Herbstdüngung hingegen oft nicht notwendig.
Eine Stickstoffgabe sollte grundsätzlich nicht zu früh erfolgen. Vor dem 4-Blatt-Stadium ist Zurückhaltung sinnvoll, da dadurch das Wurzelwachstum gefördert wird. Bei der Düngerform ist im Herbst eine nitratfreie beziehungsweise ammoniumbetonte Düngung von Vorteil. Ammonium unterstützt das Wurzelwachstum und vermindert gleichzeitig die Gefahr einer übermäßigen Nitratanreicherung in der Pflanze. Diese kann die Frostempfindlichkeit erhöhen.
Grundsätzlich sind die gesetzlichen Obergrenzen der Nitrat-Aktionsprogramm-Verordnung in Abhängigkeit von der Ertragserwartung einzuhalten. Für Betriebe in der Gebietskulisse Traun-Enns-Platte gelten reduzierte N-Obergrenzen und die Ausweisung des N-Saldos (gedüngte N-Menge vs. über die Ernte entzogene N-Menge). Teilnehmer am ÖPUL-Programm "Vorbeugender Grundwasserschutz - Acker" müssen zusätzlich den errechneten N-Saldo für die Folgefrucht berücksichtigen.
Andere Nährstoffe wie …
… Phosphor, Kalium, Schwefel und Bor müssen dem Raps ebenfalls rechtzeitig zur Verfügung stehen. Jeder dieser Nährstoffe erfüllt eine wichtige Funktion in der Pflanze.
Phosphor unterstützt die Jugendentwicklung, das Wurzelwachstum und die spätere Samenbildung. Eine ausreichende Versorgung ist besonders auf kühlen oder wenig aktiven Böden wichtig, da Phosphor bei niedrigen Bodentemperaturen weniger gut verfügbar ist.
Kalium verbessert den Wasserhaushalt der Pflanze und trägt zur Standfestigkeit sowie zur Winterhärte bei. Gut mit Kalium versorgte Pflanzen können Trockenstress besser ausgleichen und sind widerstandsfähiger gegenüber ungünstigen Witterungsbedingungen.
Schwefel spielt im Rapsanbau eine besondere Rolle. Aufgrund des hohen Eiweißgehaltes der Samen und des Bedarfs an schwefelhaltigen Aminosäuren zählt Raps zu den Kulturen mit einem hohen Schwefelbedarf. Ein Schwefelmangel kann die Stickstoffverwertung deutlich einschränken. Bei vielen Düngern wird Schwefel als SO₃ angegeben. Um daraus die tatsächliche Schwefelmenge zu berechnen, wird die SO₃-Menge mit dem Faktor 0,4 multipliziert.
Bor ist besonders für Zellwandstabilität, Wurzelentwicklung, Blütenbildung und Winterhärte wichtig. Da Raps empfindlich auf Bormangel reagiert, sollte die Versorgung vor allem auf kalkreichen, trockenen oder leichten Böden im Auge behalten werden.
Phosphor unterstützt die Jugendentwicklung, das Wurzelwachstum und die spätere Samenbildung. Eine ausreichende Versorgung ist besonders auf kühlen oder wenig aktiven Böden wichtig, da Phosphor bei niedrigen Bodentemperaturen weniger gut verfügbar ist.
Kalium verbessert den Wasserhaushalt der Pflanze und trägt zur Standfestigkeit sowie zur Winterhärte bei. Gut mit Kalium versorgte Pflanzen können Trockenstress besser ausgleichen und sind widerstandsfähiger gegenüber ungünstigen Witterungsbedingungen.
Schwefel spielt im Rapsanbau eine besondere Rolle. Aufgrund des hohen Eiweißgehaltes der Samen und des Bedarfs an schwefelhaltigen Aminosäuren zählt Raps zu den Kulturen mit einem hohen Schwefelbedarf. Ein Schwefelmangel kann die Stickstoffverwertung deutlich einschränken. Bei vielen Düngern wird Schwefel als SO₃ angegeben. Um daraus die tatsächliche Schwefelmenge zu berechnen, wird die SO₃-Menge mit dem Faktor 0,4 multipliziert.
Bor ist besonders für Zellwandstabilität, Wurzelentwicklung, Blütenbildung und Winterhärte wichtig. Da Raps empfindlich auf Bormangel reagiert, sollte die Versorgung vor allem auf kalkreichen, trockenen oder leichten Böden im Auge behalten werden.
Kalk
Vor dem Rapsanbau ist eine Kalkung häufig sinnvoll. Raps bevorzugt gut strukturierte Böden mit einem günstigen pH-Wert. Je nach Standort sollte ein pH-Bereich von etwa 6 - 7 angestrebt werden. Eine ausreichende Kalkversorgung verbessert die Bodenstruktur, fördert das Bodenleben und erhöht die Verfügbarkeit wichtiger Nährstoffe. Zudem kann Kalk die Durchwurzelbarkeit des Bodens verbessern, was gerade für die Ausbildung der kräftigen Pfahlwurzel von Bedeutung ist. Branntkalk und Mischkalk können je nach Bodenart und Ausgangssituation besonders geeignet sein. Neben der pH-Wert-Regulierung wird ihnen auch eine gewisse phytosanitäre Wirkung zugeschrieben. Die Kalkung sollte möglichst rechtzeitig vor der Saat erfolgen, damit der Boden gut vorbereitet ist und der Raps optimale Startbedingungen vorfindet.
Winterraps als wertvolle Kultur für die Gülleverwertung
Winterraps eignet sich sehr gut zur Verwertung organischer Dünger wie Gülle oder Biogasgülle. Durch seine frühe Aussaat und die zügige Herbstentwicklung kann Raps bereits im Herbst nennenswerte Mengen an Nährstoffen aufnehmen. Dadurch unterscheidet er sich deutlich von Kulturen, die erst später im Herbst oder im Frühjahr eine stärkere Nährstoffaufnahme zeigen.
Gerade auf viehhaltenden Betrieben kann Winterraps daher eine wichtige Rolle in der Fruchtfolge übernehmen. Die im Betrieb anfallende Gülle kann sinnvoll eingesetzt werden, sofern Ausbringzeitpunkt, Nährstoffmenge, Bodenbedingungen und gesetzliche Vorgaben beachtet werden. Besonders wichtig ist eine gleichmäßige, bodennahe Verteilung und eine an den Bedarf angepasste Stickstoffmenge.
Gülle liefert neben Stickstoff auch weitere wertvolle Nährstoffe wie Phosphor, Kalium und Schwefel. Diese Nährstoffe passen gut zum hohen Bedarf des Rapses. Gleichzeitig muss berücksichtigt werden, dass ein Teil des Stickstoffs rasch verfügbar ist, während organisch gebundene Anteile erst später mineralisiert werden. Eine genaue Kenntnis der Nährstoffgehalte, etwa durch Gülleanalyse, verbessert die Düngeplanung deutlich.
Bei der Herbstausbringung ist besondere Sorgfalt notwendig. Gülle sollte nur auf aufnahmefähige Böden und unter günstigen Witterungsbedingungen ausgebracht werden. Verdichtungen, Abschwemmung und Nährstoffverluste sind unbedingt zu vermeiden. Auch die gesetzlichen Begrenzungen im Herbst sind einzuhalten. Wird Gülle gezielt und maßvoll eingesetzt, kann Winterraps wesentlich zu einer effizienten innerbetrieblichen Nährstoffverwertung beitragen.
Gerade auf viehhaltenden Betrieben kann Winterraps daher eine wichtige Rolle in der Fruchtfolge übernehmen. Die im Betrieb anfallende Gülle kann sinnvoll eingesetzt werden, sofern Ausbringzeitpunkt, Nährstoffmenge, Bodenbedingungen und gesetzliche Vorgaben beachtet werden. Besonders wichtig ist eine gleichmäßige, bodennahe Verteilung und eine an den Bedarf angepasste Stickstoffmenge.
Gülle liefert neben Stickstoff auch weitere wertvolle Nährstoffe wie Phosphor, Kalium und Schwefel. Diese Nährstoffe passen gut zum hohen Bedarf des Rapses. Gleichzeitig muss berücksichtigt werden, dass ein Teil des Stickstoffs rasch verfügbar ist, während organisch gebundene Anteile erst später mineralisiert werden. Eine genaue Kenntnis der Nährstoffgehalte, etwa durch Gülleanalyse, verbessert die Düngeplanung deutlich.
Bei der Herbstausbringung ist besondere Sorgfalt notwendig. Gülle sollte nur auf aufnahmefähige Böden und unter günstigen Witterungsbedingungen ausgebracht werden. Verdichtungen, Abschwemmung und Nährstoffverluste sind unbedingt zu vermeiden. Auch die gesetzlichen Begrenzungen im Herbst sind einzuhalten. Wird Gülle gezielt und maßvoll eingesetzt, kann Winterraps wesentlich zu einer effizienten innerbetrieblichen Nährstoffverwertung beitragen.
Düngeempfehlung von Raps bei einem Ertragsniveau von 4 t/ha
| Nährstoff | Herbst | Gesamt |
| [kg/ha] | [kg/ha] | |
| Stickstoff | 40 | < 180 (je nach Ertragslage) (TEP: -15 %) |
| Phosphor | 50 - 60 | < 85 |
| Kalium | 110 | < 200 |
| Schwefel | 15 - 20 | 50 - 60 |
| Bor | 0,15 - 0,30 | 0,80 - 1,00 |
Gesetzliche Rahmenbedingungen beachten
Um Gewässerbelastungen zu vermeiden, sind bei der Herbstdüngung die Vorgaben der Nitrat-Aktionsprogramm-Verordnung unbedingt einzuhalten. Die Ausbringung stickstoffhältiger Mineraldünger, Gülle, Jauche, Biogasgülle und Klärschlamm ist nur auf einer lebenden Pflanzendecke oder unmittelbar vor dem Anbau erlaubt.
Düngebegrenzung im Herbst
Für leichtlösliche stickstoffhältige Düngemittel gilt auf Ackerflächen grundsätzlich eine Begrenzung der Herbstdüngung. Nach der Ernte der letzten Hauptfrucht dürfen bis zum 31. Oktober maximal 60 kg Stickstoff ab Lager je Hektar ausgebracht werden, wenn Winterraps, Wintergerste oder eine Zwischenfrucht bis spätestens 15. Oktober angebaut wird.
Auf Ackerflächen innerhalb der Gebietskulisse "Vorbeugender Grundwasserschutz - Acker" in Oberösterreich beginnt die Sperrfrist für die Ausbringung leichtlöslicher stickstoffhältiger Dünger auf Winterraps bereits am 15. Oktober und endet am 15. Februar.
Neben den düngerechtlichen Vorgaben sind auch die Auflagen bei Pflanzenschutzmitteln zu beachten. Besonders bei Wirkstoffen wie Metazachlor und Dimethachlor gelten in Wasserschutz- und -schongebieten sowie im ÖPUL-Programm "Vorbeugender Grundwasserschutz - Acker" Einschränkungen beziehungsweise Verbote. Aufgrund der Auswaschungsgefährdung sollte der Einsatz dieser Wirkstoffe kritisch geprüft und nach Möglichkeit auf Alternativen ausgewichen werden. Am besten Sie verzichten generell auf diese auswaschungsgefährdeten Wirkstoffe.
Auf Ackerflächen innerhalb der Gebietskulisse "Vorbeugender Grundwasserschutz - Acker" in Oberösterreich beginnt die Sperrfrist für die Ausbringung leichtlöslicher stickstoffhältiger Dünger auf Winterraps bereits am 15. Oktober und endet am 15. Februar.
Neben den düngerechtlichen Vorgaben sind auch die Auflagen bei Pflanzenschutzmitteln zu beachten. Besonders bei Wirkstoffen wie Metazachlor und Dimethachlor gelten in Wasserschutz- und -schongebieten sowie im ÖPUL-Programm "Vorbeugender Grundwasserschutz - Acker" Einschränkungen beziehungsweise Verbote. Aufgrund der Auswaschungsgefährdung sollte der Einsatz dieser Wirkstoffe kritisch geprüft und nach Möglichkeit auf Alternativen ausgewichen werden. Am besten Sie verzichten generell auf diese auswaschungsgefährdeten Wirkstoffe.
Weitere Informationen bietet die Boden.Wasser.Schutz.Beratung unter 050/6902-1426 beziehungsweise unter www.bwsb.at.