Mannigfaltige Herausforderungen
LK-Präsident Josef Moosbrugger fasste in seinem Bericht die aktuellen Herausforderungen zusammen und gab einen Ausblick auf die großen Aufgaben, die es im Sinne der Land- und Forstwirtschaft zu bewältigen gibt. Hier die Schwerpunkte seiner Ausführungen:
Das Jahr 2025 war ein gutes und wir sind mit dem Bewusstsein, dass die Märkte dämpfende Signale aussandten, aber dennoch optimistisch, in das neue Jahr gestartet.
Dass nun zusätzlich die Kosten rapide ansteigen, insbesondere ausgelöst durch fossile Brennstoffe infolge kriegerischer Handlungen, kommt nun dazu und macht das Jahr bereits zu Beginn fast unkalkulierbar. Es besteht die Gefahr, dass wir wieder einen starken Inflationsdruck importieren und in der Lohn-Preis-Spirale gefangen bleiben.
Erschwerend ist, dass die öffentlichen Kassen knapp sind und Mittel für Gegenmaßnahmen nur begrenzt vorhanden sind. Dennoch sehe ich es für die Agrarwirtschaft und die Lebensmittelversorgung als unumgänglich an, dass mit Steuerungs- und Ausgleichsmaßnahmen gegen den extremen Anstieg beim Agrardiesel vorgegangen wird. Das kann die Landwirtschaft nicht schlucken – und was diesen Effekt verstärken wird, nicht nur die Dieselpreise gehen durch die Decke, auch jene für Dünger und Verpackungsmaterial ziehen bereits an. Da braucht es Entlastungsmaßnahmen. Österreich hat eine der höchsten Steuerquoten auf Treibstoffe in Europa – knapp die Hälfte des Preises machen Steuern und Abgaben aus. Das wirkt sich negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit aus.
Das Jahr 2025 war ein gutes und wir sind mit dem Bewusstsein, dass die Märkte dämpfende Signale aussandten, aber dennoch optimistisch, in das neue Jahr gestartet.
Dass nun zusätzlich die Kosten rapide ansteigen, insbesondere ausgelöst durch fossile Brennstoffe infolge kriegerischer Handlungen, kommt nun dazu und macht das Jahr bereits zu Beginn fast unkalkulierbar. Es besteht die Gefahr, dass wir wieder einen starken Inflationsdruck importieren und in der Lohn-Preis-Spirale gefangen bleiben.
Erschwerend ist, dass die öffentlichen Kassen knapp sind und Mittel für Gegenmaßnahmen nur begrenzt vorhanden sind. Dennoch sehe ich es für die Agrarwirtschaft und die Lebensmittelversorgung als unumgänglich an, dass mit Steuerungs- und Ausgleichsmaßnahmen gegen den extremen Anstieg beim Agrardiesel vorgegangen wird. Das kann die Landwirtschaft nicht schlucken – und was diesen Effekt verstärken wird, nicht nur die Dieselpreise gehen durch die Decke, auch jene für Dünger und Verpackungsmaterial ziehen bereits an. Da braucht es Entlastungsmaßnahmen. Österreich hat eine der höchsten Steuerquoten auf Treibstoffe in Europa – knapp die Hälfte des Preises machen Steuern und Abgaben aus. Das wirkt sich negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit aus.
Produktionspreise
Wirtschaftliche Unsicherheiten und hohe Kosten führen dazu, dass beim Betriebsmitteleinsatz gespart wird, und das bremst die Produktion. Die Land- und Forstwirte sind sich ihrer Verantwortung bewusst. Die Frage, die sich mir stellt, ist, ob sich auch die Politik in Europa derselben Verantwortung bewusst ist. Schwierige Versorgungslagen wiederholen sich nunmehr bereits alle paar Jahre, weil die Weltpolitik unsicherer und unberechenbarer geworden ist. Umso wichtiger ist es, dass Europa Stabilität zeigt und Sicherheit bietet. Jetzt geht es wieder um Krisensicherheit, um die Sicherstellung der Lebensmittelversorgung, nachhaltige erneuerbare Energie und die Unabhängigkeit Europas – diese ist auch und gerade in schwierigen Zeiten sicherzustellen. Wenn es brennt, kapieren die Leute, wie wichtig eine eigene, produzierende Landwirtschaft ist – sobald sich die Situation bessert, scheint wieder alles vergessen.
Versorgungssicherheit ist kein Schalter, den man umlegen kann, wenn man sie grad braucht. Versorgungssicherheit kostet etwas, aber sie ist unverzichtbar.
Das ist eine Verantwortung, die die EU-Agrarpolitik hat. Der Lebensmittelsicherheit und der Unabhängigkeit muss mehr Gewicht gegeben werden – kontinuierlich, tagtäglich, nicht erst dann, wenn das Haus brennt. Vor diesem Hintergrund ist es dringender denn je, wieder zu einer Agrarpolitik zurückzufinden, die stabile und verlässliche Rahmenbedingungen bietet und es der Land- und Forstwirtschaft ermöglicht, in die Zukunft zu gehen. Da gilt es vieles anzugehen.
Versorgungssicherheit ist kein Schalter, den man umlegen kann, wenn man sie grad braucht. Versorgungssicherheit kostet etwas, aber sie ist unverzichtbar.
Das ist eine Verantwortung, die die EU-Agrarpolitik hat. Der Lebensmittelsicherheit und der Unabhängigkeit muss mehr Gewicht gegeben werden – kontinuierlich, tagtäglich, nicht erst dann, wenn das Haus brennt. Vor diesem Hintergrund ist es dringender denn je, wieder zu einer Agrarpolitik zurückzufinden, die stabile und verlässliche Rahmenbedingungen bietet und es der Land- und Forstwirtschaft ermöglicht, in die Zukunft zu gehen. Da gilt es vieles anzugehen.
Handelsabkommen
Die Handelsabkommen mit Südamerika und Indien und das kurz vor dem Abschluss stehende Australien-Abkommen bieten der Wirtschaft die Chance, statt den USA neue Märkte zu erschließen und auszubauen und unabhängiger vom großen Bruder in Übersee zu werden. Das trifft aber auf die Landwirtschaft nicht zu. In diesen Partnerländern wird billiger produziert und es gelten andere Regeln als in Europa. Das bringt die europäische Landwirtschaft am Heimmarkt unter Druck. Da braucht es mehr Fairness in den Handelsbeziehungen, im Interesse der Konsumentinnen und Konsumenten und der Bäuerinnen und Bauern. Nur was nach europäischen Standards produziert wurde, darf auf den europäischen Markt kommen, das wäre das Mindeste für Transparenz bei Importen.
EU-Agrarpolitik
Die gemeinsame europäische Agrarpolitik steht vor einer ihrer größten Herausforderungen. Die grundsätzliche Ausrichtung ist in Diskussion. Bleibt der gemeinsame Eintopf auf nationaler Ebene, wird das die Agrarpolitik und die europäische Landwirtschaft gleichermaßen schwächen.
Vor dem Hintergrund der massiven Teuerung der letzten Jahre braucht es nicht weniger, sondern mehr Mittel in einem gemeinsamen EU-Agrarbudget. Die Landwirtschaft hat Aufgaben, die in Zukunft noch weit mehr Bedeutung bekommen werden. Lebensmittelversorgung, Kulturlandschaftserhaltung, biodiversitätsfördernde und nachhaltige Landbewirtschaftung, Rohstoff und Energieversorgung, Klimaschutz. Dazu benötigt es eine zielgerichtete Agrarpolitik, eine gut ausgestaltete Investitions- und Junglandwirteförderung und Vereinfachung der Regelungen und insbesondere auch eine Entschlackung der aufgeblähten bürokratischen Apparate. Die großen Themen sind Pflanzenschutz, die PSM-Zulassungen und Aufzeichnungen, die Düngerversorgung, Regelungen für neue Züchtungen und die Finanzierung und Ausgestaltung der gemeinsamen Agrarpolitik.
Vor dem Hintergrund der massiven Teuerung der letzten Jahre braucht es nicht weniger, sondern mehr Mittel in einem gemeinsamen EU-Agrarbudget. Die Landwirtschaft hat Aufgaben, die in Zukunft noch weit mehr Bedeutung bekommen werden. Lebensmittelversorgung, Kulturlandschaftserhaltung, biodiversitätsfördernde und nachhaltige Landbewirtschaftung, Rohstoff und Energieversorgung, Klimaschutz. Dazu benötigt es eine zielgerichtete Agrarpolitik, eine gut ausgestaltete Investitions- und Junglandwirteförderung und Vereinfachung der Regelungen und insbesondere auch eine Entschlackung der aufgeblähten bürokratischen Apparate. Die großen Themen sind Pflanzenschutz, die PSM-Zulassungen und Aufzeichnungen, die Düngerversorgung, Regelungen für neue Züchtungen und die Finanzierung und Ausgestaltung der gemeinsamen Agrarpolitik.
Renaturierung
Die Renaturierungsverordnung mit ihrer strittigen Gestehung wird sich auf Wasserbau, Forstwirtschaft und Landwirtschaft auswirken – fertig beschlossen, ohne zu wissen, welche Kosten und Auswirkungen das Ganze hat. Nunmehr stehen wir vor den Umsetzungen, der Wiederherstellungsplan muss bis Ende dieses Jahres vorgelegt werden. Das wird Aufwand bedeuten, das wird Einschränkungen nach sich ziehen und das wird Kosten verursachen. Ich wehre mich in diesem Zusammenhang vehement gegen Bestrebungen, die nun versuchen, dafür in der Umsetzung Agrargelder einzusetzen. Die Land- und Forstwirtschaft hat das nicht angezündet und wird es auch nicht finanzieren.
Aus Sicht der Landwirtschaft ist klar: Für die vorgeschlagenen großflächigen Renaturierungsmaßnahmen stehen in keinem öffentlichen Budget, weder beim Land noch beim Bund und auch nicht in Brüssel, die notwendigen finanziellen Mittel bereit. Die politischen Prioritäten sind andere. Landwirtschaft und Agrarpolitik setzen ihre begrenzten Ressourcen gezielt dafür ein, die strukturellen und geografischen Nachteile bäuerlicher Betriebe in Europa auszugleichen. Das ist nicht nur sinnvoll, sondern für die Sicherung der landwirtschaftlichen Produktion und der ländlichen Räume absolut notwendig. Es gibt keine frei verfügbaren Mittel, die man je nach politischer Stimmungslage umschichten könnte. Unter diesen Rahmenbedingungen ist eine Renaturierung in der vorgesehenen Form schlicht nicht umsetzbar. Weder auf Landes-, Bundes- noch EU-Ebene ist jemand bereit oder in der Lage, die enormen Kosten zu tragen. Die Idee mag gut gemeint sein, sie verfehlt jedoch die Realität: Es fehlen sowohl die finanziellen Ressourcen als auch die verfügbaren Flächen. Ohne diese grundlegenden Voraussetzungen bleibt die Renaturierungs-Verordnung ein theoretisches Konzept. Die ehrliche und realistische Antwort, der viele derzeit ausweichen, lautet: Die Verordnung ist in ihrer aktuellen Form nicht finanzierbar und damit nicht umsetzbar.Daher unsere klare Forderung: Die Renaturierungs-Verordnung stoppen und aussetzen.
Ich appelliere an die Verantwortlichen in der Gesetzgebung, die Vereinfachung und das Streichen von überholten Regeln und Bestimmungen als wichtige Aufgaben anzunehmen. Da muss sich endlich etwas bewegen. So wie die Grünlandwerdung nach fünf Jahren Futterbau gefallen ist, gibt es auch andere Regelungen, die übrig sind wie ein Kropf und gestrichen werden können. Zeigt Mut, zeigt Verständnis und unterstützt die Praktiker auf den Betrieben. Was kosten Bürokratie und Verwaltung und was der Hausverstand? Danke an Landesrat Gantner, dass er die Themen „Gesetz über Naturschutz und Landschaftsentwicklung“, Jagdgesetz und die entsprechenden Verordnungen offensiv angeht – da erwarten wir uns viel.
Aus Sicht der Landwirtschaft ist klar: Für die vorgeschlagenen großflächigen Renaturierungsmaßnahmen stehen in keinem öffentlichen Budget, weder beim Land noch beim Bund und auch nicht in Brüssel, die notwendigen finanziellen Mittel bereit. Die politischen Prioritäten sind andere. Landwirtschaft und Agrarpolitik setzen ihre begrenzten Ressourcen gezielt dafür ein, die strukturellen und geografischen Nachteile bäuerlicher Betriebe in Europa auszugleichen. Das ist nicht nur sinnvoll, sondern für die Sicherung der landwirtschaftlichen Produktion und der ländlichen Räume absolut notwendig. Es gibt keine frei verfügbaren Mittel, die man je nach politischer Stimmungslage umschichten könnte. Unter diesen Rahmenbedingungen ist eine Renaturierung in der vorgesehenen Form schlicht nicht umsetzbar. Weder auf Landes-, Bundes- noch EU-Ebene ist jemand bereit oder in der Lage, die enormen Kosten zu tragen. Die Idee mag gut gemeint sein, sie verfehlt jedoch die Realität: Es fehlen sowohl die finanziellen Ressourcen als auch die verfügbaren Flächen. Ohne diese grundlegenden Voraussetzungen bleibt die Renaturierungs-Verordnung ein theoretisches Konzept. Die ehrliche und realistische Antwort, der viele derzeit ausweichen, lautet: Die Verordnung ist in ihrer aktuellen Form nicht finanzierbar und damit nicht umsetzbar.Daher unsere klare Forderung: Die Renaturierungs-Verordnung stoppen und aussetzen.
Ich appelliere an die Verantwortlichen in der Gesetzgebung, die Vereinfachung und das Streichen von überholten Regeln und Bestimmungen als wichtige Aufgaben anzunehmen. Da muss sich endlich etwas bewegen. So wie die Grünlandwerdung nach fünf Jahren Futterbau gefallen ist, gibt es auch andere Regelungen, die übrig sind wie ein Kropf und gestrichen werden können. Zeigt Mut, zeigt Verständnis und unterstützt die Praktiker auf den Betrieben. Was kosten Bürokratie und Verwaltung und was der Hausverstand? Danke an Landesrat Gantner, dass er die Themen „Gesetz über Naturschutz und Landschaftsentwicklung“, Jagdgesetz und die entsprechenden Verordnungen offensiv angeht – da erwarten wir uns viel.
Wolf, Reiher, Biber und Co
Am Bodensee frisst der Graureiher mehr Fische, als die Berufsfischer entnehmen. Im Rheindelta verursachen Pfeifenten, Graugänse und andere Vogelarten massive Schäden am Frühjahrsaufwuchs. Der Biber breitet sich entlang der Flussläufe ungehindert aus, Krähen schädigen die Aussaat, und Großraubtiere greifen Weidetiere an. Für viele Bäuerinnen und Bauern ist diese Entwicklung nicht mehr nachvollziehbar – und zunehmend auch nicht mehr tragbar. Früher wurde solchen Problemen mit Hausverstand begegnet: Es wurde versucht, pragmatische Lösungen zu finden und ein Gleichgewicht herzustellen, mit dem auch die Betroffenen leben konnten. Genau dieses Augenmaß scheint heute verloren gegangen zu sein.
Während Behörden beim Schutz bestimmter Arten äußerst sensibel agieren, fehlt oft die Bereitschaft, die praktischen Probleme der Landwirtschaft anzuerkennen. Gleichzeitig verteidigen verschiedene Organisationen ihre Positionen, ohne ausreichendes Verständnis für die Schäden und Belastungen vor Ort zu zeigen.
Während Behörden beim Schutz bestimmter Arten äußerst sensibel agieren, fehlt oft die Bereitschaft, die praktischen Probleme der Landwirtschaft anzuerkennen. Gleichzeitig verteidigen verschiedene Organisationen ihre Positionen, ohne ausreichendes Verständnis für die Schäden und Belastungen vor Ort zu zeigen.
TBC
Ein weiteres Wildthema ist TBC. In den vergangenen Jahren wurden im hinteren Montafon, sowie seit dem vergangenen Jahr auch im Bregenzerwald, verstärkt Maßnahmen zur Reduktion des Rotwildbestandes umgesetzt. Die Abschusszahlen wurden deutlich erhöht, um den Wildbestand auf ein verträgliches Maß zu senken. Trotz dieser intensiven Bemühungen zur Senkung der TBC-Prävalenz erwies sich das TBC-Geschehen im heurigen Winter als extrem, neben Betriebssperren musste auch eine Bestands-Keulung durchgeführt werden.
Vor diesem Hintergrund wurden die Abschussvorgaben für die kommenden zwei Jahre noch einmal angepasst. Diese tragen der Notwendigkeit einer nachhaltigen und konsequenten Bestands-Reduktion Rechnung und sehen weiter erhöhte Abschusszahlen vor.
Damit das umgesetzt wird, braucht es die Jagd und das Zusammenwirken Jäger und Jagdverpächter. Ich appelliere daher eindringlich an Jagd- und Grundeigentümervertreter, diesen eingeschlagenen Weg konsequent fortzusetzen. Es geht um Umsetzung und es muss auch zulässig und möglich sein, den jagdlichen Rahmen auszuweiten. Wildgatter, die ordentlich betrieben und gemanagt werden, können helfen, die Abschüsse effizient und konzentriert umzusetzen. Nur mit einer starken und langfristigen Senkung der Wildbestände kann das Miteinander zwischen Alpwirtschaft und Jagdwirtschaft weiter bestehen.
Vor diesem Hintergrund wurden die Abschussvorgaben für die kommenden zwei Jahre noch einmal angepasst. Diese tragen der Notwendigkeit einer nachhaltigen und konsequenten Bestands-Reduktion Rechnung und sehen weiter erhöhte Abschusszahlen vor.
Damit das umgesetzt wird, braucht es die Jagd und das Zusammenwirken Jäger und Jagdverpächter. Ich appelliere daher eindringlich an Jagd- und Grundeigentümervertreter, diesen eingeschlagenen Weg konsequent fortzusetzen. Es geht um Umsetzung und es muss auch zulässig und möglich sein, den jagdlichen Rahmen auszuweiten. Wildgatter, die ordentlich betrieben und gemanagt werden, können helfen, die Abschüsse effizient und konzentriert umzusetzen. Nur mit einer starken und langfristigen Senkung der Wildbestände kann das Miteinander zwischen Alpwirtschaft und Jagdwirtschaft weiter bestehen.
Förderungen
Die österreichische Bundesregierung hat im März 2026 eine umfassende Neuausrichtung und Überprüfung der Förderlandschaft beschlossen, mit dem Ziel, Einsparungen von bis zu zwei Milliarden Euro bis 2029 zu erzielen. Eine neu eingerichtete Förder-Taskforce untersucht dazu sämtliche Programme
auf ihre Effizienz, um Doppelgleisigkeiten zu vermeiden und die Fördereffizienz zu steigern. Das hört sich erst einmal vernünftig an und ich bin überzeugt, dass die agrarische Förderlandschaft mit ihrer starken Umwelt- und Klimawirkung dabei gut abschneiden wird können. Dennoch besteht die große Gefahr, dass einerseits ideologische Zugänge und andererseits ein auf alle Schultern zu verteilender Spardruck auch die Land- und Forstwirtschaft massiv betreffen kann. Da gilt es dagegenzuhalten, die Land- und Forstwirtschaft muss aufpassen, dass sie nicht ausgespielt wird. Leistungsabgeltungen an die Landwirtschaft kommen der gesamten Gesellschaft zugute, sie ermöglichen hohe Produktions- und Tierwohlstandards und höchste Produktqualitäten. Leistungen, die die Konsument/-innen schätzen und die ein Aushängeschild für das Tourismusland Österreich darstellen und auf die wir stolz sind. Ohne Ausgleich könnten unsere bäuerlichen Betriebe diese, aufgrund des hohen wirtschaftlichen Druckes, nicht erbringen.
auf ihre Effizienz, um Doppelgleisigkeiten zu vermeiden und die Fördereffizienz zu steigern. Das hört sich erst einmal vernünftig an und ich bin überzeugt, dass die agrarische Förderlandschaft mit ihrer starken Umwelt- und Klimawirkung dabei gut abschneiden wird können. Dennoch besteht die große Gefahr, dass einerseits ideologische Zugänge und andererseits ein auf alle Schultern zu verteilender Spardruck auch die Land- und Forstwirtschaft massiv betreffen kann. Da gilt es dagegenzuhalten, die Land- und Forstwirtschaft muss aufpassen, dass sie nicht ausgespielt wird. Leistungsabgeltungen an die Landwirtschaft kommen der gesamten Gesellschaft zugute, sie ermöglichen hohe Produktions- und Tierwohlstandards und höchste Produktqualitäten. Leistungen, die die Konsument/-innen schätzen und die ein Aushängeschild für das Tourismusland Österreich darstellen und auf die wir stolz sind. Ohne Ausgleich könnten unsere bäuerlichen Betriebe diese, aufgrund des hohen wirtschaftlichen Druckes, nicht erbringen.
Nachhaltigkeit
Auch im Bereich der Kreislaufwirtschaft zeigt die Vorarlberger Landwirtschaft Klimastärken. Wirtschaftsdünger wie Mist und Gülle werden als natürliche Nährstoffquelle genutzt, wodurch der Bedarf an energieintensiv hergestellten Mineraldüngern sinkt. Gleichzeitig tragen moderne Stall- und Fütterungssysteme dazu bei, Emissionen zu reduzieren.
Insgesamt zeigt sich, dass die Landwirtschaft in Vorarlberg nicht nur Lebensmittel produziert, sondern auch aktiv zum Klimaschutz beiträgt. Diese Leistungen sind beispielhaft und darauf dürfen wir, als jene, die Lebensmittel erzeugen zu Recht stolz sein.
Insgesamt zeigt sich, dass die Landwirtschaft in Vorarlberg nicht nur Lebensmittel produziert, sondern auch aktiv zum Klimaschutz beiträgt. Diese Leistungen sind beispielhaft und darauf dürfen wir, als jene, die Lebensmittel erzeugen zu Recht stolz sein.
Mehr Transparenz
Warum ist Österreich ein so beliebtes Urlaubsland? Zwei zentrale Gründe sind seine atemberaubende, gepflegte Landschaft sowie die Kulinarik, beides engstens mit unserer bäuerlichen Landwirtschaft verknüpft. Transparenz auf dem Teller, zu sagen, woher das Schnitzel herkommt, schließt den Kreis, das schafft Transparenz und Vertrauen. Daher ist es höchste Zeit für ein verpflichtendes und kontrollierbares Herkunftssystem, eingebettet in eine einfache und unbürokratische Umsetzung. Dazu werden wir in Gespräche mit den Vertretern der Wirtschaft und der Regierung treten. Der budgetäre Druck ist weiterhin groß. Die Landwirtschaftskammer muss heuer mit reduzierten Mitteln auskommen und hat mit einer Reduktion der Mitarbeiter/-innen und ihrer Leistungen einen Beitrag geleistet. Die bäuerlichen Gelder zu sichern ist für mich ein zentrales Anliegen, dennoch ist es für uns alle auch wichtig, dass unsere eigene Kammer als das landwirtschaftliche Bildungs- und Beratungsunternehmen keine Schwächung erfährt. Schlussendlich trifft das dann auch die aktiven Bäuerinnen und Bauern und die in der zweiten Sektion vertretenen Dienstnehmer/-innen.
Zum Ende der Funktionsperiode 2021 bis 2025 möchte ich allen Funktionären meinen persönlichen Dank aussprechen für die Unterstützung und den Einsatz, insbesondere für die sehr sachliche Zusammenarbeit zum Wohle der Vorarlberger Land- und Forstwirtschaft. Danke für eure Unterstützung in den vergangenen fünf Jahren. Insbesondere gilt mein Dank jenen Kammerrätinnen und Kammerräten, die aus der Vollversammlung ausscheiden. Danke auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Haus und im Land der Abteilung Va für ihren Einsatz und die Unterstützung.
Zum Ende der Funktionsperiode 2021 bis 2025 möchte ich allen Funktionären meinen persönlichen Dank aussprechen für die Unterstützung und den Einsatz, insbesondere für die sehr sachliche Zusammenarbeit zum Wohle der Vorarlberger Land- und Forstwirtschaft. Danke für eure Unterstützung in den vergangenen fünf Jahren. Insbesondere gilt mein Dank jenen Kammerrätinnen und Kammerräten, die aus der Vollversammlung ausscheiden. Danke auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Haus und im Land der Abteilung Va für ihren Einsatz und die Unterstützung.
Die LK-Vizepräsidentinnen am Wort
Abg. Andrea Schwarzmann gab einen Ausblick auf den kommenden Bundesbäuerinnetag am 15. und 16. April in Vorarlberg, zu dem 800 Bäuerinnen aus ganz Österreich erwartet werden und dessen Vorbereitungen auf Hochtouren laufen.
Im Bereich Green Care zählt man schon fünf Betriebe im Land und die erfolgreiche Zusammenarbeit mit verschiedenen Sozialinstitutionen wird weiter ausgebaut. Ein wichtiges Thema im Bildungsbereich ist die Pensionsvorsorge, die an Bedeutung gewinnt. Zudem wurden über 50 Veranstaltungen im Bereich ÖPUL organsiert und gut angenommen. Im vergangenen Jahr meldeten sich fast 5.000 Personen für 1.546 Veranstaltungen und Onlinekurse an. Im Rahmen von „Schule am Bauernhof“ gelang es mit großer Unterstützung der Betriebe, 446 Schulbesuche zu organisieren, wodurch 7.000 Kinder in den Genuss eines Bauernhofbesuches kamen.
Derzeit ist das neue Bildungsprogramm in Vorbereitung und im Mai und Juni finden die Zertiffikatsverleihungen statt.
Die neu gewählte Vizepräsidentin Elisa Schlachter „durfte“ mit ihrer Wahl gleich in die LK-Wahlen einsteigen, wo sie sich gut geschlagen und die Mandate des Bauernbundes verteidigen konnte. Sie betonte, dass sie sich jetzt auf die kommenden Aufgaben sehr freue und bedankte sich zugleich bei KR Elmar Nöckl für die jetzt schon sehr gute Zusammenarbeit im Sinne der Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer.
Bei den Kollektivverhandlungen sieht sie, genauso wie bei der Dienstnehmervertretung selbst, finanziell Luft nach oben. Mit dem Besuch zahlreicher Veranstaltungen will sie den Kontakt zu den Mitgliedern stärken und deren Anliegen aus erster Hand erfahren und mit dem ganzen Team diese Herausforderungen angehen.
Im Bereich Green Care zählt man schon fünf Betriebe im Land und die erfolgreiche Zusammenarbeit mit verschiedenen Sozialinstitutionen wird weiter ausgebaut. Ein wichtiges Thema im Bildungsbereich ist die Pensionsvorsorge, die an Bedeutung gewinnt. Zudem wurden über 50 Veranstaltungen im Bereich ÖPUL organsiert und gut angenommen. Im vergangenen Jahr meldeten sich fast 5.000 Personen für 1.546 Veranstaltungen und Onlinekurse an. Im Rahmen von „Schule am Bauernhof“ gelang es mit großer Unterstützung der Betriebe, 446 Schulbesuche zu organisieren, wodurch 7.000 Kinder in den Genuss eines Bauernhofbesuches kamen.
Derzeit ist das neue Bildungsprogramm in Vorbereitung und im Mai und Juni finden die Zertiffikatsverleihungen statt.
Die neu gewählte Vizepräsidentin Elisa Schlachter „durfte“ mit ihrer Wahl gleich in die LK-Wahlen einsteigen, wo sie sich gut geschlagen und die Mandate des Bauernbundes verteidigen konnte. Sie betonte, dass sie sich jetzt auf die kommenden Aufgaben sehr freue und bedankte sich zugleich bei KR Elmar Nöckl für die jetzt schon sehr gute Zusammenarbeit im Sinne der Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer.
Bei den Kollektivverhandlungen sieht sie, genauso wie bei der Dienstnehmervertretung selbst, finanziell Luft nach oben. Mit dem Besuch zahlreicher Veranstaltungen will sie den Kontakt zu den Mitgliedern stärken und deren Anliegen aus erster Hand erfahren und mit dem ganzen Team diese Herausforderungen angehen.