Ein achteckiger Stall voller Ideen
Most und Säfte, Direktvermarktung von Ochsen-, Schweine- und Ziegenfleisch, ein kleiner Hofladen sowie Schule am Bauernhof gibt es am Betrieb. Was auffällt: Am Hof ist fast immer etwas los und genau das ist auch so gewollt.
Kindergruppen, Familien, Menschen der Lebenshilfe oder Bewohnerinnen und Bewohner aus dem nahegelegenen Altersheim kommen regelmäßig zu Besuch. Esel, Kühe, Ziegen, Hund und Katzen sind dabei oft das größte Highlight. Trotzdem betont Monika: „Ein öffentlicher Platz ist unser Hof eigentlich nicht.“
Dass trotzdem immer wieder Menschen spontan vorbeischauen, ist manchmal herausfordernd. Generell freut sich die vielseitige Bäuerin aber über das Interesse. Denn eines ist ihr besonders wichtig: dass Menschen wieder einen Bezug zur Landwirtschaft bekommen.
Kindergruppen, Familien, Menschen der Lebenshilfe oder Bewohnerinnen und Bewohner aus dem nahegelegenen Altersheim kommen regelmäßig zu Besuch. Esel, Kühe, Ziegen, Hund und Katzen sind dabei oft das größte Highlight. Trotzdem betont Monika: „Ein öffentlicher Platz ist unser Hof eigentlich nicht.“
Dass trotzdem immer wieder Menschen spontan vorbeischauen, ist manchmal herausfordernd. Generell freut sich die vielseitige Bäuerin aber über das Interesse. Denn eines ist ihr besonders wichtig: dass Menschen wieder einen Bezug zur Landwirtschaft bekommen.
Landwirtschaft zum Angreifen
Rund 1.000 Kinder besuchen jährlich den Betrieb im Rahmen von Schule am Bauernhof. Dazu kommen Geburtstagsfeiern, Outdoor-Kochkurse und Musikfeste am Hof im Sommer. Zweimal pro Woche unterstützen Menschen der Lebenshilfe die Arbeit am Betrieb. „Mittwoch und Freitag ist immer jemand da“, erzählt Monika. Der Hof lebt von Offenheit und neuen Ideen. Monika und ihr Mann Armin probieren vieles aus und passen den Betrieb laufend an. „In der Landwirtschaft muss man flexibel bleiben“, sagen sie.
Ein Hof, der anders gedacht wurde
Dass der Betrieb heute so vielfältig aufgestellt ist, war ursprünglich nicht geplant. Nach dem plötzlichen Tod ihres Schwiegervaters übernahmen sie den damaligen Milchviehbetrieb. Schnell wurde klar, dass Veränderungen notwendig sind. Für Armin Ebenhoch, gelernter Zimmermann, stand dabei fest: „Es wird kein normaler Stall.“ So entstand ein achteckiger Stall, der bewusst anders gedacht wurde. Der Neubau sollte zukunftsfähig sein, aber auch so gestaltet, dass er später anders genutzt werden kann – falls die nächste Generation keinen Stallbetrieb weiterführen möchte.
„Ich wollte eigentlich nie Bäuerin werden“
Dass sie einmal Bäuerin sein würde, hat Monika lange nicht gedacht. Sie arbeitete in Hotels, reiste viel und
wollte ursprünglich keinen Bauern heiraten. „Ich wusste ja, wie viel Arbeit dahintersteckt“, sagt sie rückblickend. Doch das Leben entwickelte sich anders. „Irgendwann habe ich meinen Mann kennengelernt und da war zufällig ein Bauernhof dabei“, erzählt sie lachend. Heute sieht sie ihren Weg gelassen: „Das Leben ist zickzack, und genau so bin ich auch. Flexibel und spontan.“
Eine Begegnung blieb ihr besonders im Gedächtnis: Eine Freundin sagte einmal zu ihr: „Monika, du bist SO eine Bäuerin, du willst es nur nicht wahrhaben.“ Heute ist sie stolz, auch auf ihre Rolle als Seminarbäuerin. „Es wird schon einen Sinn haben, warum das so ist.“
wollte ursprünglich keinen Bauern heiraten. „Ich wusste ja, wie viel Arbeit dahintersteckt“, sagt sie rückblickend. Doch das Leben entwickelte sich anders. „Irgendwann habe ich meinen Mann kennengelernt und da war zufällig ein Bauernhof dabei“, erzählt sie lachend. Heute sieht sie ihren Weg gelassen: „Das Leben ist zickzack, und genau so bin ich auch. Flexibel und spontan.“
Eine Begegnung blieb ihr besonders im Gedächtnis: Eine Freundin sagte einmal zu ihr: „Monika, du bist SO eine Bäuerin, du willst es nur nicht wahrhaben.“ Heute ist sie stolz, auch auf ihre Rolle als Seminarbäuerin. „Es wird schon einen Sinn haben, warum das so ist.“
Vielfalt statt Wachstum
Der breit aufgestellte Betrieb ist für Monika eine bewusste Entscheidung. Einerseits ermöglicht die Vielfalt, Neues auszuprobieren, andererseits hätte der Hof bei Weiterführung der Milchproduktion
erweitert werden müssen, was mitten in einer wachsenden Gemeinde nicht einfach gewesen wäre. So entstand Schritt für Schritt ein Konzept, das zum Ehepaar passt: Direktvermarktung, Bildung und Landwirtschaft zum Erleben.
Besonders wichtig ist ihr dabei die Wertschätzung für Lebensmittel. „Man sollte wissen, was man isst und wo es herkommt.“ Beim Saftpressen etwa lernen Kinder schnell, dass nur saubere, gute Äpfel verarbeitet werden können und wie viel Arbeit hinter jedem Produkt steckt. Achtsamkeit im Umgang mit Lebensmitteln sei ihr schon im Elternhaus mitgegeben worden: „Auf das, was du hast, musst du schauen.“
erweitert werden müssen, was mitten in einer wachsenden Gemeinde nicht einfach gewesen wäre. So entstand Schritt für Schritt ein Konzept, das zum Ehepaar passt: Direktvermarktung, Bildung und Landwirtschaft zum Erleben.
Besonders wichtig ist ihr dabei die Wertschätzung für Lebensmittel. „Man sollte wissen, was man isst und wo es herkommt.“ Beim Saftpressen etwa lernen Kinder schnell, dass nur saubere, gute Äpfel verarbeitet werden können und wie viel Arbeit hinter jedem Produkt steckt. Achtsamkeit im Umgang mit Lebensmitteln sei ihr schon im Elternhaus mitgegeben worden: „Auf das, was du hast, musst du schauen.“
Ruhe bewahren, wenn viel los ist
Am Hof ist oft viel Betrieb, doch Monika bringt nichts so schnell aus der Ruhe. Geduld beschreibt
sie selbst als ihre größte Stärke. Auch wenn viele Menschen gleichzeitig am Hof sind, behält sie den Überblick.
Jungen Frauen, die neu in die Landwirtschaft einsteigen, gibt sie einen Rat mit: „Habt Geduld, vernetzt euch und redet miteinander. Man ist nie allein.“ Ihr eigenes Motto begleitet sie bis heute – im Alltag genauso wie bei neuen Ideen: „Auf das, was du bekommst und hast, musst du schauen.“
Diese Reportage ist Teil des Projektes „ZAMm unterwegs“ und wird unterstützt von Bund, Ländern und Europäischer Union.
sie selbst als ihre größte Stärke. Auch wenn viele Menschen gleichzeitig am Hof sind, behält sie den Überblick.
Jungen Frauen, die neu in die Landwirtschaft einsteigen, gibt sie einen Rat mit: „Habt Geduld, vernetzt euch und redet miteinander. Man ist nie allein.“ Ihr eigenes Motto begleitet sie bis heute – im Alltag genauso wie bei neuen Ideen: „Auf das, was du bekommst und hast, musst du schauen.“
Diese Reportage ist Teil des Projektes „ZAMm unterwegs“ und wird unterstützt von Bund, Ländern und Europäischer Union.
Monika Ebenhoch ist Absolventin des ZAMm-Lehrganges
Du willst aufstehen und mitreden? Eine moderne Agrarpolitik braucht die Stimme der Frauen. Der ZAMm-Lehrgang „Professionelle Vertretungsarbeit im ländlichen Raum“ wurde von der ARGE Österreichische Bäuerinnen initiiert und hilft Frauen, sich aktiv in agrarischen und kommunalen Gremien, Vereinen und Verbänden einzubringen. Der Kurs richtet sich speziell an Bäuerinnen und stärkt ihre Fähigkeiten, mitzugestalten. Es ist nicht nötig, eine Funktion in einem Verein oder Gremium inne zu haben.
In fünf kompakten Modulen (je zwei Tage) erhältst du das Rüstzeug, um dich mit Kompetenz, Klarheit und Selbstvertrauen für deine Anliegen starkzumachen:
Melde dich jetzt bei der Interessentenliste des LFI Vorarlberg an: Interessentenliste: ZLG ZAMm | LFI Vorarlberg
Vermutlich startet der nächste Lehrgang im Herbst 2027.
Mehr Informationen zum Lehrgang unter ZAMm unterwegs | baeuerinnen.at - Über uns
In fünf kompakten Modulen (je zwei Tage) erhältst du das Rüstzeug, um dich mit Kompetenz, Klarheit und Selbstvertrauen für deine Anliegen starkzumachen:
- Persönliche Kompetenzen & Kommunikation
- Führungskompetenzen
- Fachexkursion nach Wien: Wintertagung, Ökosoziales Forum und Parlament
- Agrarwirtschaft & Agrarpolitik
- Öffentlichkeitsarbeit
- Zudem gibt es die Möglichkeit, an einer freiwilligen Studienreise nach Brüssel teilzunehmen.
Melde dich jetzt bei der Interessentenliste des LFI Vorarlberg an: Interessentenliste: ZLG ZAMm | LFI Vorarlberg
Vermutlich startet der nächste Lehrgang im Herbst 2027.
Mehr Informationen zum Lehrgang unter ZAMm unterwegs | baeuerinnen.at - Über uns