Bio-Mais - Versuch mit verschiedenen Reihenweiten (50 cm und 70 cm)
Bildergalerie
(5 Fotos)
Versuchsfeld kurz nach dem Anbau © BWSB/Gerstl
27.08.2026 © BWSB/Gerstl
links 70 cm, rechts 50 cm © BWSB/Gerstl
links 70 cm, rechts 50 cm © BWSB/Gerstl
Luftbild am Tag der Versuchsernte © Brandstötter
Standort
| Boden: | Braunerde |
| Relief: | eben |
Niederschlag:
| April | Mai | Juni | Juli | August | September | ∑ |
| 26 | 66 | 75 | 32 | 73 | 92 | 364 |
Quelle: HV
Ackerbauliche Maßnahmen
| Vorfrucht: | Sommerhafer – Zwischenfrucht (NITROFIT) |
| Anbau: | 04.05.2026 |
| Düngung: | 16.04.2026 – 1,7 t/ha Kohlensaurer Kalk mit Schwefel und magnesiumfrei, |
| 25 m³/ha Schweinemist, Kreiselegge, Federzinkengrubber | |
| Sorte: | LG 31 256 (RZ 280) |
| Pflanzenschutz: | 20.05.2026 Hacken mit Schutzblech bei 70 cm bzw. Schutzscheiben bei 50 cm |
| 26.05.2026 Rollstriegel APV | |
| 09.06.2026 Hacken Hatzenbichler, Gänsefußschare | |
| Ernte: | 07.10.2026 |
Versuchsform
Streifenversuch mit Wiederholungen
Ergebnis/Interpretation
Im einjährigen Streifenversuch 2026 erzielte die Variante mit 70 cm Reihenweite einen höheren Kornertrag als jene mit 50 cm. Der mittlere berechnete Ertrag lag bei 5.570 kg/ha gegenüber 3.462 kg/ha. Das entspricht einem Mehrertrag von 2.108 kg/ha beziehungsweise 60,9% bezogen auf die Variante mit 50 cm Reihenweite.
In die Auswertung gingen vier Streifen mit 50 cm und fünf Streifen mit 70 cm Reihenweite ein. Die Erträge der einzelnen Streifen lagen bei 50 cm zwischen 2.499 und 4.544 kg/ha, bei 70 cm zwischen 4.651 und 6.384 kg/ha. Die Standardabweichung betrug 838 beziehungsweise 643 kg/ha. Damit streuten die Erträge innerhalb der Variante mit 50 cm stärker.
Die mittlere Bestandesdichte lag bei 50 cm Reihenweite bei 94.500 Pflanzen/ha und bei 70 cm bei rund 91.095 Pflanzen/ha. Die engere Reihenweite wies somit um etwa 3.405 Pflanzen/ha beziehungsweise 3,7% mehr Pflanzen auf. Im Versuch war die Wuchshöhe der Pflanzen mit 50 cm Reihenabstand um 15 cm niedriger als die jener Pflanzen mit 70 cm. Der höhere Ertrag der Variante mit 70 cm ging in diesem Versuch daher mit einer etwas geringeren Bestandesdichte einher.
In die Auswertung gingen vier Streifen mit 50 cm und fünf Streifen mit 70 cm Reihenweite ein. Die Erträge der einzelnen Streifen lagen bei 50 cm zwischen 2.499 und 4.544 kg/ha, bei 70 cm zwischen 4.651 und 6.384 kg/ha. Die Standardabweichung betrug 838 beziehungsweise 643 kg/ha. Damit streuten die Erträge innerhalb der Variante mit 50 cm stärker.
Die mittlere Bestandesdichte lag bei 50 cm Reihenweite bei 94.500 Pflanzen/ha und bei 70 cm bei rund 91.095 Pflanzen/ha. Die engere Reihenweite wies somit um etwa 3.405 Pflanzen/ha beziehungsweise 3,7% mehr Pflanzen auf. Im Versuch war die Wuchshöhe der Pflanzen mit 50 cm Reihenabstand um 15 cm niedriger als die jener Pflanzen mit 70 cm. Der höhere Ertrag der Variante mit 70 cm ging in diesem Versuch daher mit einer etwas geringeren Bestandesdichte einher.
Statistische Einordnung
T-Test (Welch): t = 4.15, p = 0.0071.
Der Unterschied zwischen den Reihenweiten ist im heurigen Jahr statistisch signifikant (p < 0,05).
T-Test (Welch): t = 4.15, p = 0.0071.
Der Unterschied zwischen den Reihenweiten ist im heurigen Jahr statistisch signifikant (p < 0,05).
Fazit
Unter den Bedingungen dieses Standortes und Versuchsjahres lag die Variante mit 70 cm Reihenweite im Ertrag deutlich vor jener mit 50 cm. Die höhere Pflanzenanzahl je Hektar könnte zu diesem Unterschied beigetragen haben. Eine eindeutige Zuordnung zu einer einzelnen Ursache ist anhand der erfassten Daten jedoch nicht möglich. Weitere mögliche Einflussfaktoren sind die unterschiedliche räumliche Verteilung der Pflanzen und damit verbundene Unterschiede bei der Lichtausnutzung, der Konkurrenz um Wasser und Nährstoffe sowie der Kolbenentwicklung. Auch kleinräumige Standortunterschiede und reihenweitenbedingte Ernteverluste können nicht vollständig ausgeschlossen werden. Die Erntetechnik war bei beiden Varianten identisch; eine optische Kontrolle auf Ernteverluste wurde durchgeführt. Eine quantitative Erfassung der Verluste erfolgte jedoch nicht, sodass deren möglicher Einfluss auf den Ertragsunterschied offenbleibt.