Bauernkammer: Die ersten Erfolge

„Nicht gering waren die Erfolge der Kammer hinsichtlich der durchgesetzten Reformen auf dem Gebiete des Steuer- und Gebührenwesens. Es wurde möglich, die Einkommenssteuer und die Warenumsatzsteuer zu pauschalieren, wodurch der Landwirtschaft ungeheure Erleichterungen geboten wurden… Es war weiter möglich, mit der Finanzbehörde ein Wertübereinkommen für bäuerliche Liegenschaften zu Gebührenbemessungszwecken abzuschließen, wodurch die bittersten Härten des Gebührenwesens ausgemerzt wurden. …
Seit 1. März 1926 besitzt die Bauernkammer einen juristisch gebildeten Sekretär. Es zeigt sich, daß die Landwirte sich immer mehr in der Kammer Rat in Rechtsfragen einholen und sich dadurch schon bedeutende Summen an Prozeßkosten erspart haben.
Aufgrund der Bemühungen der Kammer konnten die Mitteilungen der Bauernkammer (BK) monatlich einmal und mit Beginn 1928 monatlich zweimal erscheinen. …
Das Bestreben der Kammer war stets darauf bedacht, das landwirtschaftliche Versicherungswesen möglichst zur Befriedigung von Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu regeln. … Mit 1. Jänner 1929 tritt das Landarbeiterversicherungsgesetz in den wesentlichen Bestimmungen in Kraft. Die österreichische Landwirtschaft erhält damit eine fortschrittliche Sozialversicherung, die nicht nur die gesamte Landarbeiterschaft, sondern in einem gewissen Rahmen auch die selbständigen Landwirte umfaßt. …
Neben den Aufgaben der Kammer als Interessenvertretung obliegt ihr die gesamte landeskulturelle Förderung der Landwirtschaft. … Die Erfolge der Produktionsvermehrung und -verbesserung liegen ganz klar zutage.“ (Mitteilungen der Vorarlberger Bauernkammer Nr. 1/1929)
Seit 1. März 1926 besitzt die Bauernkammer einen juristisch gebildeten Sekretär. Es zeigt sich, daß die Landwirte sich immer mehr in der Kammer Rat in Rechtsfragen einholen und sich dadurch schon bedeutende Summen an Prozeßkosten erspart haben.
Aufgrund der Bemühungen der Kammer konnten die Mitteilungen der Bauernkammer (BK) monatlich einmal und mit Beginn 1928 monatlich zweimal erscheinen. …
Das Bestreben der Kammer war stets darauf bedacht, das landwirtschaftliche Versicherungswesen möglichst zur Befriedigung von Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu regeln. … Mit 1. Jänner 1929 tritt das Landarbeiterversicherungsgesetz in den wesentlichen Bestimmungen in Kraft. Die österreichische Landwirtschaft erhält damit eine fortschrittliche Sozialversicherung, die nicht nur die gesamte Landarbeiterschaft, sondern in einem gewissen Rahmen auch die selbständigen Landwirte umfaßt. …
Neben den Aufgaben der Kammer als Interessenvertretung obliegt ihr die gesamte landeskulturelle Förderung der Landwirtschaft. … Die Erfolge der Produktionsvermehrung und -verbesserung liegen ganz klar zutage.“ (Mitteilungen der Vorarlberger Bauernkammer Nr. 1/1929)
Wirkung bis heute
Was heute selbstverständlich ist, musste vor einem Jahrhundert mit überzeugenden Konzepten, großem Einsatz und Geschlossenheit erkämpft werden. Die Wurzeln von so manchen Errungenschaften, die sich für Kammer und Landwirtschaft bewährt haben, liegen in den Anfängen der gesetzlich verankerten Bauernvertretung.
Permalink zum historischen Foto: In der Sennerei Alpe Godlachen auf volare, dem Vorarlberger Landesrepositorium
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