Afrikanische Schweinepest: Aktuelle Informationen über die Situation in und um Österreich
Auf einen Blick
- In Österreich gab es noch nie einen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest.
- In vielen Nachbarländern ist die Seuche bereits im Wild- und Hausschweinbestand verbreitet.
- Daher besteht erhöhte Gefahr der Einschleppung - Biosicherheit beachten!
- Für den Menschen ist die ASP nicht gefährlich.
Situation in Österreich
Bis heute wurde in Österreich kein Fall der Afrikanischen Schweinepest bei Haus- oder Wildschweinen nachgewiesen. Dennoch wird das Einschleppungsrisiko von der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) und Veterinärbehörden als hoch eingestuft. Das gesamte Bundesgebiet ist seit mehreren Jahren als ein sogenanntes Revisionsgebiet klassifiziert. Das bedeutet unter anderem, dass verendet aufgefundene Wildschweine unverzüglich gemeldet und amtlich untersucht werden müssen, um einen möglichen Viruseintrag frühzeitig zu erkennen.
Seuchenlage in Europa
Die ASP ist in zahlreichen europäischen Ländern bereits präsent. Besonders betroffen sind Wildschweinpopulationen in Mittel- und Osteuropa sowie einzelne Hausschweinebestände. Auch direkte Nachbarländer Österreichs sind betroffen, so sind beispielsweise alleine im Juli 29 ASP-Nachweise bei Wildschweinen in Deutschland erfolgt und 85 in (Nord)Italien. Während sich das Virus in den meisten europäischen Ländern vor allem im Wildschweinbestand hält, gibt es in Rumänien und Kroatien vor allem Ausbrüche in (kleinen) Hausschweinebeständen.
Wie könnte das Virus nach Österreich gelangen?
Die größte Gefahr geht nicht von lebenden Schweinen aus, sondern vom Menschen. Kontaminierte Lebensmittel, unachtsam entsorgte Wurst- oder Fleischreste, Kleidung, Fahrzeuge, Jagdausrüstung oder landwirtschaftliche Maschinen können das widerstandsfähige Virus über große Entfernungen verschleppen. Auch Fremdarbeitskräfte am landwirtschaftlichen Betrieb können ein Risiko darstellen. Damit diese informiert werden können, hat das Gesundheitsministerium ein Infoblatt in verschiedenen Sprachen zur Verfügung gestellt.
Das Virus überlebt Monate in rohem oder verarbeitetem Schweinefleisch sowie in Kadavern infizierter Tiere. In gefrorenem Fleisch überlebt es sogar Jahre. Deshalb stellen insbesondere Speisereste und unsachgemäß entsorgte Lebensmittel ein erhebliches Risiko dar. Daher ist die konsequente Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen der wirksamste Schutz vor einem ASP-Eintrag:
Das Virus überlebt Monate in rohem oder verarbeitetem Schweinefleisch sowie in Kadavern infizierter Tiere. In gefrorenem Fleisch überlebt es sogar Jahre. Deshalb stellen insbesondere Speisereste und unsachgemäß entsorgte Lebensmittel ein erhebliches Risiko dar. Daher ist die konsequente Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen der wirksamste Schutz vor einem ASP-Eintrag:
- Stallbereiche nur für berechtigte Personen zugänglich machen
- Hygieneschleusen konsequent nutzen
- Betriebseigene Stallkleidung und -stiefel verwenden
- Fahrzeuge, Anhänger und Geräte regelmäßig reinigen und desinfizieren
- Keinen Kontakt zwischen Hausschweinen und Wildschweinen zulassen
- Schweine niemals mit Speiseabfällen füttern
- Zukäufe ausschließlich aus gesicherten Herkunftsbetrieben
- Jagdausrüstung nach Einsätzen gründlich reinigen und desinfizieren