Wie befürchtet
Wie aus EU-Kommissionskreisen zu vernehmen ist, schafft es das südamerikanische Land sichtlich nicht, die Nachweise zu erbringen, dass es die EU-Vorschriften – insbesondere punkto Antibiotikaeinsatz – einhält. Unser klares, konstantes Nein gegen das Mercosur-Handelsabkommen war richtig und wichtig. Es hat sich allein schon deswegen ausgezahlt, weil es auf EU-Ebene die von uns vehement geforderte Diskussion über gleiche Produktionsstandards bei Importprodukten befeuert und sogar zu konkreten Verschärfungen der Einfuhrbedingungen geführt hat. Jetzt ist genau das eingetreten, vor dem wir eindringlich gewarnt und was wir befürchtet haben. Was nicht unseren Produktionsstandards entspricht, hat auch in unseren Regalen und auf unseren Tellern nichts verloren. Nichts ärgert uns Bäuerinnen und Bauern allerdings mehr, als wenn wir selbst strengste Produktionsanforderungen einhalten müssen, diese dann aber bei Importen nicht gelten. Dass kein brasilianisches ‚Antibiotika-Fleisch‘ mehr auf unseren Tellern landen darf, nützt sowohl den Konsument/-innen als auch den Bäuerinnen und Bauern in Österreich. Jetzt gilt es, weiterhin genau zu kontrollieren, dass die EU-Marktzulassungsvorausetzungen auf Punkt und Beistrich eingehalten werden.