Vorarlberger Gemüsebautag
Viel praktische Expertise stellte der Lustenauer Gemüseproduzent Otto Alge in seinem Vortrag zur mechanischen Unkrautbekämpfung unter Beweis. „Wer sich zu lange mit Jäten aufhält, verliert bares Geld!“, brachte es Alge auf den Punkt. Besonders in kleinen Schlägen mit bis zu 2.000 Quadratmetern ist der Kampf gegen Beikräuter in Säkulturen der wesentliche Wirtschaftsfaktor, weil viel händische Arbeit anfällt.
Alge entwickelte für die Unkrautbekämpfung „Ottos Freischaber“, der es erlaubt, bis auf zwei Zentimeter an die Säkulturen heranzufahren! Zwischen den Reihen setzt er anschließend die „Hobelschnecke“ ein – eine waagrechte Schnecke, die Unkräuter in zwei Zentimeter Tiefe abschert und die Wurzeln freilegt, ohne dass es dabei zu großen Erdbewegungen oder Bodenverdichtungen kommt. Die Krümelstruktur im Boden bleibt so erhalten und es werden auch keine weiteren Unkrautsamen aus tieferen Regionen hochgeholt. Ist der Einsatz witterungsbedingt nicht zeitgerecht möglich, wird das höhere Unkraut bei guten Bedingungen ein- bis zweimal mit der Hobelschnecke überfahren oder bei größeren Beständen mit einer Einradbodenfräse eingearbeitet. Alge favorisiert jedoch die waagrechten Walzen, die er auch als kardanwellenbetriebenes Anbaugerät für Traktoren vorstellte. Sowohl Handgerät als auch die Anbauvarianten sind sehr effizient und erlauben ein zügiges Arbeiten.
Alge entwickelte für die Unkrautbekämpfung „Ottos Freischaber“, der es erlaubt, bis auf zwei Zentimeter an die Säkulturen heranzufahren! Zwischen den Reihen setzt er anschließend die „Hobelschnecke“ ein – eine waagrechte Schnecke, die Unkräuter in zwei Zentimeter Tiefe abschert und die Wurzeln freilegt, ohne dass es dabei zu großen Erdbewegungen oder Bodenverdichtungen kommt. Die Krümelstruktur im Boden bleibt so erhalten und es werden auch keine weiteren Unkrautsamen aus tieferen Regionen hochgeholt. Ist der Einsatz witterungsbedingt nicht zeitgerecht möglich, wird das höhere Unkraut bei guten Bedingungen ein- bis zweimal mit der Hobelschnecke überfahren oder bei größeren Beständen mit einer Einradbodenfräse eingearbeitet. Alge favorisiert jedoch die waagrechten Walzen, die er auch als kardanwellenbetriebenes Anbaugerät für Traktoren vorstellte. Sowohl Handgerät als auch die Anbauvarianten sind sehr effizient und erlauben ein zügiges Arbeiten.
Erdmandelgras
Vivienne Oggier vom Landwirtschaftlichen Zentrum St. Gallen und Christian Emsenhuber von der Landwirtschaftskammer Niederösterreich stellten das Erdmandelgras (Carex esculentus) vor. Dieses Sauergras verursacht im Schweizer Rheintal erhebliche Ertragseinbußen in Ackerbaukulturen und führt zu hohen Bekämpfungskosten im Ackerbau und im Grünland.
Erkennbar ist das Erdmandelgras am dreieckigen, unbehaarten Stängel sowie im Sommer an den markanten gelben Blütenständen mit zahlreichen Samen. Das eigentliche Problem sind jedoch die bis zu erbsengroß werdenden Knöllchen (Erdmandeln) im Boden, aus denen neue Rhizome wachsen. An diesen bilden sich dann wiederum neue Erdmandeln. Aus einer Erdmandel können sich in einer Saison bis zu 700 neue Knöllchen bilden! Das Sauergras wird durch Gräser-Herbizide nicht erfasst und trotzt auch Glyphosat. Es treibt durch die tief im Boden verborgenen Knollen immer wieder neu aus.
Erkennbar ist das Erdmandelgras am dreieckigen, unbehaarten Stängel sowie im Sommer an den markanten gelben Blütenständen mit zahlreichen Samen. Das eigentliche Problem sind jedoch die bis zu erbsengroß werdenden Knöllchen (Erdmandeln) im Boden, aus denen neue Rhizome wachsen. An diesen bilden sich dann wiederum neue Erdmandeln. Aus einer Erdmandel können sich in einer Saison bis zu 700 neue Knöllchen bilden! Das Sauergras wird durch Gräser-Herbizide nicht erfasst und trotzt auch Glyphosat. Es treibt durch die tief im Boden verborgenen Knollen immer wieder neu aus.
Vorbeugung
Somit ist die wichtigste Bekämpfungsmaßnahme die Verhinderung eines Neubefalls der Flächen. Stellen Sie sicher, dass eigene und betriebsfremde Geräte nur nach wirklich gründlicher Reinigung zum Einsatz kommen. Das gilt auch für Maschinen von Lohnunternehmern oder Maschinengemeinschaften. Verunreinigte Maschinen wurden als Haupteintragsquelle identifiziert.
Weiters sollten im Mai und Juni regelmäßige Kontrollen auf den Feldern stattfinden. Der Erstbefall tritt in der Regel nesterweise auf. Diese Flächen sind deutlich zu markieren und die Pflanzen samt Knollen über den Kehricht zu entfernen. Teilweise wurden in der Schweiz Flächen sogar mit dem Bagger abgetragen und die befallene Erde musste deponiert werden. Tiefes Dämpfen der Erde ist zwar theoretisch möglich, jedoch extrem kostenintensiv und zudem nur bei exakter und tiefer Durchführung wirksam.
Theoretisch ist auch die Schwarzbrache als Maßnahme möglich. Aber das mehrjährige Offenhalten des Bodens mit mehrmaligen mechanischen Behandlungen jährlich ist bei den begrenzten Ackerflächen im Land keine wirkliche Option.
In manchen Regionen scheint der Anbau von Mais samt zugelassener Maisherbizide eine Möglichkeit zur Reduktion des Erdmandelgrases zu sein. Doch selbst intensiver Herbizideinsatz mit unterschiedlichen Wirkstoffen und Wirkstoffkombinationen führte in der Schweiz wie auch in Ostösterreich bestenfalls zu einer Reduktion der Gräser, jedoch nicht zur nachhaltigen Entfernung. Diese Erkenntnis war ernüchternd! Umso wichtiger ist es, die Ansiedlung des Grases von vornherein zu verhindern.
Weiters sollten im Mai und Juni regelmäßige Kontrollen auf den Feldern stattfinden. Der Erstbefall tritt in der Regel nesterweise auf. Diese Flächen sind deutlich zu markieren und die Pflanzen samt Knollen über den Kehricht zu entfernen. Teilweise wurden in der Schweiz Flächen sogar mit dem Bagger abgetragen und die befallene Erde musste deponiert werden. Tiefes Dämpfen der Erde ist zwar theoretisch möglich, jedoch extrem kostenintensiv und zudem nur bei exakter und tiefer Durchführung wirksam.
Theoretisch ist auch die Schwarzbrache als Maßnahme möglich. Aber das mehrjährige Offenhalten des Bodens mit mehrmaligen mechanischen Behandlungen jährlich ist bei den begrenzten Ackerflächen im Land keine wirkliche Option.
In manchen Regionen scheint der Anbau von Mais samt zugelassener Maisherbizide eine Möglichkeit zur Reduktion des Erdmandelgrases zu sein. Doch selbst intensiver Herbizideinsatz mit unterschiedlichen Wirkstoffen und Wirkstoffkombinationen führte in der Schweiz wie auch in Ostösterreich bestenfalls zu einer Reduktion der Gräser, jedoch nicht zur nachhaltigen Entfernung. Diese Erkenntnis war ernüchternd! Umso wichtiger ist es, die Ansiedlung des Grases von vornherein zu verhindern.