Mit Durchforstung Platz für starke Bäume schaffen
Eine Durchforstung ist eine Standraumregulierung. Man verschafft den Bäumen ausreichend Platz für eine optimale Entwicklung. Oberstes Ziel ist, eine große grüne Baumkrone zu fördern und zu erhalten. Durch rechtzeitige und zielgerichtete Durchforstungen erhöht man die Stabilität, optimiert den Wertzuwachs der Zukunftsbäume, fördert die Qualität und kann die Baumartenzusammensetzung steuern. Jede Baumart erfordert ihr eigenes Behandlungskonzept. Im Groben kann aber zwischen Nadel- und Laubholz unterschieden werden. Grundvoraussetzung jeder Durchforstung ist, dass eine Dickungspflege (z.B. Stammzahlreduktion im Nadelholz) durchgeführt wurde.
Eingriffszeitpunkt
Der Start der ersten Durchforstung hängt von der Bestandeshöhe und nicht vom Bestandesalter ab, weil sich Bäume mit ihren Kronen auf guten Standorten deutlich früher konkurrieren als auf schlechteren Standorten. Die Erstdurchforstung sollte daher ab einer Baumhöhe von circa 12 - 15 m beginnen. Die grüne Krone der Bäume sollte dabei noch mindestens die Hälfte der Baumhöhe betragen. Als jahreszeitlich günstiger Eingriffszeitpunkt können in tieferen Lagen der Herbst bzw. das Winterhalbjahr gewählt werden. In höheren Lagen ist die Witterung (Schnee) ausschlaggebend. Durchforstungen in der saftfreien Zeit (Spätherbst und Winter) verringern Ernteschäden und sind deshalb zu empfehlen. In Gebieten mit hoher Borkenkäfergefährdung sollte bruttaugliches Material (z.B. starke Wipfelstücke) nicht im Wald bzw. unbehandelt belassen werden.
Eine weitere Durchforstung (Zweitdurchforstung) sollte bei erneutem Bedrängen der Krone des Zukunftsbaumes erfolgen. Als Faustformel geschieht dies nach einem Höhenzuwachs von rund 3 - 5 m. Bis zum Eintritt der Hiebsruhe erfolgen so noch ein bis zwei weitere Durchforstungseingriffe.
Eine weitere Durchforstung (Zweitdurchforstung) sollte bei erneutem Bedrängen der Krone des Zukunftsbaumes erfolgen. Als Faustformel geschieht dies nach einem Höhenzuwachs von rund 3 - 5 m. Bis zum Eintritt der Hiebsruhe erfolgen so noch ein bis zwei weitere Durchforstungseingriffe.
Z-Bäume-Auswahl
Sollte ein Bestand durchforstet werden, sind als erstes die Rückegassen bzw. im Seilgelände die Seilgassen festzulegen. Im nächsten Schritt werden die Z-Bäume markiert. Die wichtigsten Auswahlkriterien sind:
Als Z-Bäume dürfen lediglich qualitativ hochwertige Bäume ausgewählt werden. Z-Bäume sollten keine Schäden wie Krummwuchs, Zwieselbildung, Fäule, Drehwuchs, Harzfluss usw. aufweisen. Je instabiler ein Nadelholzbestand (verabsäumte Durchforstung) ist, desto eher rücken die Kriterien Vitalität und Stabilität in den Vordergrund. Die beste Qualität eines Baumes hilft wenig, wenn er aufgrund mangelnder Stabilität das Erntealter infolge einer Kalamität (z.B. Schneebruch, Windwurf usw.) nicht erreicht.
Konträr zum Nadelholz ist beim Laubholz die Qualität wichtigstes und entscheidendes Auswahlkriterium, da es große Preisunterschiede in den einzelnen Güteklassen (Furnier-, A-, B-, C-Qualität) gibt. Die Anzahl der Z-Bäume (räumliche Verteilung) je ha hängt vom angestrebten Zieldurchmesser, der Baumart selbst, dem Produktionsziel und dem jeweiligen Standort bzw. der Bewirtschaftung ab. In der Tabelle können typische Z-Baum-Abstände und Hektarstammzahlen der Z-Bäume abgelesen werden.
- Vitalität
- Stabilität
- Qualität
- räumliche Verteilung
Als Z-Bäume dürfen lediglich qualitativ hochwertige Bäume ausgewählt werden. Z-Bäume sollten keine Schäden wie Krummwuchs, Zwieselbildung, Fäule, Drehwuchs, Harzfluss usw. aufweisen. Je instabiler ein Nadelholzbestand (verabsäumte Durchforstung) ist, desto eher rücken die Kriterien Vitalität und Stabilität in den Vordergrund. Die beste Qualität eines Baumes hilft wenig, wenn er aufgrund mangelnder Stabilität das Erntealter infolge einer Kalamität (z.B. Schneebruch, Windwurf usw.) nicht erreicht.
Konträr zum Nadelholz ist beim Laubholz die Qualität wichtigstes und entscheidendes Auswahlkriterium, da es große Preisunterschiede in den einzelnen Güteklassen (Furnier-, A-, B-, C-Qualität) gibt. Die Anzahl der Z-Bäume (räumliche Verteilung) je ha hängt vom angestrebten Zieldurchmesser, der Baumart selbst, dem Produktionsziel und dem jeweiligen Standort bzw. der Bewirtschaftung ab. In der Tabelle können typische Z-Baum-Abstände und Hektarstammzahlen der Z-Bäume abgelesen werden.
Bedrängerentnahme
Je Z-Baum werden bei der Durchforstung die stärksten Bedränger entnommen: meist ein bis zwei, in Ausnahmefällen auch mehr oder weniger. Je früher die Durchforstung stattfindet, desto stärker kann eingegriffen werden und desto positivere Effekte hat die Durchforstung auf den verbleibenden Bestand.
Sämtliche Bedränger sind stets in der Oberschicht des Kronendaches zu finden. Sie bedrängen und behindern den Z-Baum in der Kronenentwicklung. Nur schwache Unter- bzw. Zwischenständer zu entnehmen ist sinnlos, da durch ihre Entnahme weder der Z-Baum noch der Bestand selbst gefördert wird. Genau das Gegenteil ist der Fall. Bei einer Durchforstung sollten gezielt Mischbaumarten gefördert werden. So sind beispielsweise Laubhölzer unbedingt zu belassen bzw. zu fördern. Durch ihre bessere Durchwurzelung und den Streuumsatz haben Laubhölzer auch positive Auswirkungen auf den Boden. Je strukturierter der Bestand ist (mehrere Baumarten, unterschiedliche Baumhöhen usw.), desto besser wird der Wald mit dem Klimawandel zurechtkommen. Eine Auszeige der Bäume ist ein Muss, um die angestrebten Ziele zu erreichen. Außerdem wird die Holzernte erleichtert, und Ernteschäden können verringert werden. Nach erfolgter Durchforstung kann vor allem beim Laubholz eine Wertastung der Z-Bäume notwendig und sinnvoll sein.
Verabsäumtes kann nicht nachgeholt werden: Wurde eine Durchforstung verabsäumt, so finden sich kaum noch Z-Bäume, die die notwendige Stabilität (H/D-Verhältnis von 80 und darunter) und die Vitalität (50% grüne Krone) aufweisen. Hier wird empfohlen, eher schwächere Eingriffe in kürzeren Zeitabständen durchzuführen, um den Bestand nicht zu destabilisieren.
Sämtliche Bedränger sind stets in der Oberschicht des Kronendaches zu finden. Sie bedrängen und behindern den Z-Baum in der Kronenentwicklung. Nur schwache Unter- bzw. Zwischenständer zu entnehmen ist sinnlos, da durch ihre Entnahme weder der Z-Baum noch der Bestand selbst gefördert wird. Genau das Gegenteil ist der Fall. Bei einer Durchforstung sollten gezielt Mischbaumarten gefördert werden. So sind beispielsweise Laubhölzer unbedingt zu belassen bzw. zu fördern. Durch ihre bessere Durchwurzelung und den Streuumsatz haben Laubhölzer auch positive Auswirkungen auf den Boden. Je strukturierter der Bestand ist (mehrere Baumarten, unterschiedliche Baumhöhen usw.), desto besser wird der Wald mit dem Klimawandel zurechtkommen. Eine Auszeige der Bäume ist ein Muss, um die angestrebten Ziele zu erreichen. Außerdem wird die Holzernte erleichtert, und Ernteschäden können verringert werden. Nach erfolgter Durchforstung kann vor allem beim Laubholz eine Wertastung der Z-Bäume notwendig und sinnvoll sein.
Verabsäumtes kann nicht nachgeholt werden: Wurde eine Durchforstung verabsäumt, so finden sich kaum noch Z-Bäume, die die notwendige Stabilität (H/D-Verhältnis von 80 und darunter) und die Vitalität (50% grüne Krone) aufweisen. Hier wird empfohlen, eher schwächere Eingriffe in kürzeren Zeitabständen durchzuführen, um den Bestand nicht zu destabilisieren.
Ökonomische Effekte
Auch wenn Erstdurchforstungen in der Regel keine hohen Deckungsbeiträge abwerfen, stellen sie eine wichtige Maßnahme dar, um zukünftig stabile und zuwachskräftige Bestände/Wälder aufzubauen. Mit der Erstdurchforstung zu warten, um höhere Durchmesser und somit höhere Deckungsbeiträge zu erzielen, wäre eine vollkommen falsche Entscheidung. Dadurch würde die notwendige und wichtige Bestandesstabilität verloren gehen, sich die Vitalität sowie der Zuwachs des Z-Baumes verringern und wertvolle Mischbaumarten würden ausfallen. Die positiven Effekte einer rechtzeitigen Erstdurchforstung zeigen sich spätestens bei der Zweitdurchforstung durch deutlich stärkere Durchmesser und entsprechend höhere Deckungsbeiträge.
Förderung
Für waldbauliche Maßnahmen wie die Durchforstung gibt es außerdem interessante Fördermöglichkeiten. Informieren Sie sich dazu rechtzeitig (vor Durchführung der Maßnahme) bei der zuständigen Bezirksforstinspektion. Weitere Informationen sind bei den Forstberatern der Landwirtschaftskammer Kärnten oder online auf der LK-Homepage (z.B. Waldbauberater: waldbauberater.at, Broschüren) erhältlich.