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Japanischer Staudenknöterich - Schön, aber problematisch

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21.04.2026 | von DI Claudia Winkovitsch

Das macht ihn so erfolgreich und für uns Menschen zum Problem.

Strukturelle Auswirkungen:

  • Er wächst durch Beton und Asphalt, was zu massiven Schäden an Bauwerken (z.B. Hebung von Pflasterflächen bei Brückenbauwerken, Parkplätzen, Mauern und Fundamenten etc.) sowie Problemen bei Infrastruktur, Versorgungsleitungen, Entwässerungssystemen, Kläranlagen führen.
  • Wenn Japanknöterich in der Nähe von menschengebauten Strukturen wie Brückenpfeilern, Straßen, Gehwegen, Parkplätzen oder Fundamenten vorkommt, können seine Rhizome diese Bauwerke schädigen oder sogar deren strukturelle Integrität beeinträchtigen.
  • Die Rhizome können außerdem unterirdische Infrastruktur beschädigen, darunter:
  • Entwässerungsanlagen
  • Leitungen und Kabelkanäle
  • Abwassersysteme und Klärgruben
  • Größere Bestände an Flussufern können den Wasserfluss in Fließgewässern behindern und damit das Hochwasserrisiko erhöhen.

Invasive Eigenschaften des Japanknöterichs:

Er verdrängt heimische Arten und reduziert oder eliminiert die Vielfalt einheimischer Pflanzen.
→ sehr konkurrenzstark
  • Schnelles Wachstum, ca. 20 cm pro Tag (innerhalb weniger Wochen eine Wuchshöhe von bis zu 4 Metern)
  • Durch den üppigen oberirdischen und unterirdischen Wuchs übt die Pflanze eine starke Licht-, Wasser- und Nährstoffkonkurrenz gegenüber anderen Pflanzenarten aus
  •  Ausgedehnte Rhizome, die bis zu 3 Meter tief in den Boden eindringen und sich seitlich über mehr als 12 Meter ausbreiten können
  • Allelopathische Eigenschaften (Pflanzen geben aus den Rhizomen chemische Stoffe ab, um Konkurrenzvegetation in Wachstum sowie die Keimung zu unterdrücken), wodurch heimische Vegetation verdrängt wird
→ Vegetative Ausbreitung sehr effektiv, regenerativ und ausdauernd

Das Rhizom besteht aus waagerecht wachsenden unterirdischen Sprossen. Es macht etwa zwei Drittel der gesamten Pflanzenmasse aus. Es dient als Speicherort für Reservestoffe (Stärke) UND zur vegetativen Vermehrung.

So können die Reservestoffe, die in 7 g Rhizomgewebe eingelagert sind, für die Regeneration einer Tochterpflanze ausreichen, auch wenn das Gewebe 2 m unter der Erde liegt. Studien aus Großbritannien haben gezeigt, dass sich sogar aus Rhizomfragmenten, die in 4 m tiefen Bodenschichten vergraben waren, neue Pflanzen bilden konnten.

Die Regeneration aus Rhizomfragmenten von nur 1 cm Länge ist Hauptursache für lokale und überregionale Verbreitung! 
  • Rhizome können bis zu 20 Jahre im Boden ruhen
  • Geschnittene oder gemähte Stängelfragmente können an Knotenpunkten wieder austreiben und bewurzeln
  • Die durchschnittliche Lebenserwartung von Staudenknöterich-Beständen beträgt 20 Jahre und mehr - d.h. andere krautige, (heimische) Arten können sich hier nicht durchsetzen womit die natürliche Sukzession vollständig zum Erliegen kommt.
Die Fortpflanzung des Japanknöterichs über Samen stellt derzeit kein Risiko dar und erfordert daher nicht dieselben Vorsichtsmaßnahmen wie bei vegetativen Pflanzenteilen.

Standorte und Verbreitung

Der Japanische Staudenknöterich breitet sich vor allem an Ufern von Fließgewässern massiv aus. Dominanzbestände entwickeln sich hier vor allem an gehölzfreien Uferabschnitten.

Mittlerweile findet man den Staudenknöterich auch an gewässerfernen Wuchsorten wie Waldrändern, Bahndämmen sowie urban-industriellen Brachflächen, an Straßenrändern, Böschungen, im extensiven Grünland und mittlerweile sogar auf Ackerflächen (Böhmer et al. 2001, Starfinger & Kowarik, Böhmer et al. 2003).

In Auen- und Uferbereichen wird der Knöterich bei Hochwasser oder durch fließendes Wasser verbreitet. Ganze Pflanzen oder Pflanzenteile werden flussabwärts transportiert und können sich dort festsetzen und neue Bestände bilden. Er ist anpassungsfähig, toleriert pH‑Werte von 3,0 - 8,5. Er wächst in nassen Böden, trockenen Böden und halbschattigen Bereichen.
Staudenknöterich in Ackerfläche nach Umbruch einer Brache_Winkovitsch.jpg © DI Claudia Winkovitsch
Staudenknöterich in Ackerfläche nach Umbruch einer Brache © DI Claudia Winkovitsch

Wir schaffen die Bedingungen

Achtung, Baustelle!

Bau‑ und Erdbewegungsarbeiten sowie mit Wurzelfragmenten kontaminierte Arbeitsmaschinen (Bodenbearbeitung!) gehören zu den Hauptursachen für die Verbreitung des Japanknöterichs. Bereits kleine Rhizomfragmente von nur 1 cm können lange Zeit im Ruhezustand überleben und wieder austreiben, sobald die Bedingungen günstig sind.

DOs and DON’Ts

  1. Verhinderung der Ansiedlung - keine Einschleppung von Rhizomfragmenten durch Fließgewässer und/oder Erdbewegungen
  2. Schwächung des Rhizoms bereits etablierter Bestände

DO

Bei Erdarbeiten einen Sicherheitsabstand von mindestens 6 m über den sichtbaren Pflanzenbestand hinaus einhalten, um das Ausgraben und Verbreiten von Rhizomfragmenten zu vermeiden. Geräte vor dem Verlassen eines befallenen Bereichs inspizieren und reinigen, um Erde und Pflanzenteile zu entfernen.

DO

Junge Bestände mit nur wenigen Trieben ausgraben oder konsequent ausreißen
Nach Erdbewegungen oder Einschleppung von einzelnen Rhizomstücken, lassen sich junge Pflanzen noch durch vollständiges Ausgraben der gesamten Pflanze inklusive der Rhizome oder konsequentes händisches Herausreißen aller Triebe bekämpfen. Werden diese neuen Bestände nicht direkt am Anfang bekämpft, breitet sich der Staudenknöterich innerhalb weniger Jahre stark aus.

Entfernte Pflanzenteile müssen vollständig zerstört werden, bevor sie an anderer Stelle entsorgt werden, da selbst kleine Rhizomstücke wieder austreiben können. Wird Herbizid als Bekämpfungsmethode eingesetzt, kann es 3 - 5 Jahre dauern, bis sicher feststeht, dass die Maßnahme vollständig erfolgreich war.

DO

Beweidung: Junge Blätter des Staudenknöterichs werden gerne von Schafen, Pferden und Kühen gefressen. Die Beweidung mit Heideschnucken, Galloway-Rindern und Ziegen führte unter anderem in Kärnten und an der Nordrach zu einer völligen Verdrängung des Staudenknöterichs. Zur effizienten Kontrolle ist dazu jedoch ein drei- bis viermaliger Weidegang von mindestens 20 Tieren/ha notwendig. Auf großen Grünlandflächen ist diese Methode definitiv die kostengünstigste Kontrollmaßnahme: Beweidungen mit Schafen und Rindern bewirkten nicht nur eine signifikante Reduktion der Sprossdichte, sondern erschwerten auch die Bestandesetablierung.
 

DO

Konsequentes oftmaliges Mähen oder Schneiden (alle 3 - 4 Wochen) mit dem ersten Schnitt vor Mitte Mai kann man den Staudenknöterich zurückdrängen. Sporadisches Abschneiden der oberirdischen Pflanzenteile bewirkt das Gegenteil! Es stimuliert ruhende Seitenknospen entlang des Rhizoms (oft weiter entfernt vom Hauptstock) und fördert damit die flächige Ausbreitung des Bestands.

Der Erfolg der mechanischen Bekämpfung hängt stark von der Bestandesgröße, dem Standort und der Größe der unterirdischen Speicherorgane ab, d.h. je größer die unterirdische Biomasse und je mehr Speicherstoffe vorhanden sind, desto aufwendiger ist die Entfernung der Bestände und desto ungewisser ist die Aussicht auf Erfolg. Werden neue Bestände nicht direkt am Anfang bekämpft, breitet sich der Staudenknöterich innerhalb weniger Jahre stark aus.

Daher sollte ein Abschneiden in Kombination mit Blattherbizid‑Anwendungen oder Abdeckmaßnahmen (Smothering) erfolgen.

Achtung, Schnittgut fachgerecht entsorgen!

Wesentlich bei der Bekämpfung von Staudenknöterich ist die fachgerechte Entsorgung des durch Ausreißen oder Mahd entfernten Pflanzenmaterials. Geräte müssen vor Verlassen der Fläche gründlich gereinigt werden, um die Verbreitung von Pflanzenmaterial zu verhindern.

Abgeschnittene Pflanzenteile am besten vor Ort auf einer undurchlässigen Oberfläche (Plane, Folie, Asphaltfläche oder einem anderen wasserundurchlässigen Untergrund) in der Sonne trocknen lassen. Sobald die Stängel strohfarben bis braun geworden sind, sind sie nicht mehr lebensfähig und stellen keine Gefahr mehr dar.

Der Kontakt mit feuchtem Boden, Feuchtgebieten oder Oberflächengewässern ist unter allen Umständen zu vermeiden - dort können die oberirdischen Pflanzenteile erneut austreiben und bewurzeln. Größere Stängelstücke besitzen in der Regel genügend Feuchtigkeit, um lebensfähig zu bleiben, während kleinere, stark zerkleinerte Teile eher nicht selbstständig regenerieren.

Weiters können frische Pflanzenteile auch z.B. in eine professionelle Kompostieranlage - mindestens 80°C oder in UDB-Sammelzentren gebracht werden.
 
UDB Sammelzentren im Burgenland:
  • Deponie Nord, Kompostplatz Am Föllig 3, 7051 Großhöflein
  • Hochäcker 2, 7122 Gols
  • Industriegelände 8, 7561 Heiligenkreuz
  • Sammelzentrum, Rottwiese 65, 7350 Oberpullendorf
Im Burgenland dürfen Problemunkräuter keinesfalls im Restmüll entsorgt werden!

DO

Chemische Bekämpfungsmethoden sind sehr wirksam. Herbizidbehandlungen rechtzeitig beginnen. Für eine erfolgreiche Bekämpfung sind in der Regel 3 - 5 Jahre notwendig.
  • Stamminjektion (derzeit keine Zulassung für dieses Verfahren in Österreich) in möglichst dicke Stängel ab Mitte August (absteigender Saftstrom)  
  • Essig+Zitronensäre+Salz+Geschirrspülmittel (Erfahrungsbericht Dr. Rea Maria Hall) ODER  
  • Glyphosat (im Verhältnis 1:1 mit Wasser),
  • weitere Wirkstoffe: Fluroxypyr, Aminopyralid, Triclopyr

Der Vorteil dieser Methode ist, dass die umliegende, durch den Staudenknöterich meist ohnehin schon geschwächte Vegetation nicht beeinträchtig wird, weshalb sich diese Methode vor allem in Schutzgebieten als geeignet erwiesen hat. Ein Rückschnitt des Staudenknöterichs im Frühjahr auf 10 cm Wuchshöhe mit anschließender Stamminjektion kann einen Rückgang der Bestände um 95 % bewirken. Dasselbe Ergebnis liefert eine Injektion ab Mitte August, wenn die Pflanze als Vorbereitung für den herannahenden Herbst anfängt ihre oberirdischen Ressourcen in das Rhizom zu verlagern und damit den Wirkstoff wie einen „Trojaner“ mit in das Rhizom transportiert.
  • Blattspritzung mit Glyphosat (die Anwendungsbestimmungen laut PSM Register der BAES sind zu berücksichtigen: https://psmregister.baes.gv.at/psmregister/
Staudenknöterich in Getreide_Winkovitsch.jpg © DI Claudia Winkovitsch
Staudenknöterich in Getreide © DI Claudia Winkovitsch

Die wirksamste Vorgehensweise kombiniert mechanische und chemische Maßnahmen:

Schritt 1: Schneide den Japanischen Staudenknöterich Anfang Juni bodennah zurück und entferne die oberirdischen Pflanzenteile (Beachte unten im Artikel das Kapitel "Achtung, Schnittgut"). Der Rückschnitt führt automatisch zu neuem Austrieb, da die Pflanze auf den Verlust reagiert, indem sie neue Triebe bildet. Für diesen erneuten Austrieb muss sie Energiereserven aus dem Rhizom nutzen, was das unterirdische System schwächt. Wenn die Pflanze nach dem Rückschnitt wieder ausgetrieben hat, ist sie deutlich niedriger als ein ungeschnittener Bestand. Das erleichtert chemische Maßnahmen.
Schritt 2: Herbizidanwendung zum richtigen Zeitpunkt
Die Physiologie des Staudenknöterichs ist entscheidend für den Erfolg! Während der Wachstumsphase wandern Nährstoffe nach oben. Nach der Blüte kehrt der Fluss um und Nährstoffe werden in das Rhizom eingelagert. Der optimale Zeitpunkt für Herbizidanwendungen ist nach der Blüte bis zum ersten Frost (September-November).
In dieser Phase transportiert die Pflanze die Wirkstoffe direkt in das Rhizomsystem, was die Wirksamkeit stark erhöht.
Frühe Anwendungen führen meist nur zu Blattverbrennungen, ohne das Rhizom zu schädigen.
Ein späterer Einsatz schützt außerdem Bestäuber, die während der Blüte aktiv sind.

Staudenknöterich am Acker bekämpfen

Im Getreide vor Drusch abschneiden. Trocken dreschen. Danach Einzelpflanzen des Staudenknöterichs mit Glyphosat behandeln. Sichere Variante: Abstreichverfahren Trieb-Schnittfläche des Staudenknöterichs mit reinem Glyphosat (1:1) pinseln
  • Juni bei Hitze und Trockenheit (reduziert den Wuchs)
  • September zum Einzug

DO

Abdeckung (Smothering) mit sehr dicker Plane und mehrschichtigem Aufbau ist eine aufwändige und langwierige (mindestens 5 Jahre) Bekämpfungsmethode. Anmerkung! Durch eine Abdeckung wird nicht nur der Staudenknöterich, sondern auch die restliche Bodenflora und -fauna, sowie Samen potenzieller Konkurrenzvegetation abgedeckt, was zu einer nachhaltigen Veränderung des Bodengefüges führen kann!

Langfristige Überwachung ist entscheidend!
Japanischer Staudenknöterich kann jahrelang im Boden ruhen, ohne sichtbare Triebe zu bilden. Selbst wenn eine Fläche frei erscheint, können Rhizome noch lebensfähig sein und später wieder austreiben. Deshalb ist eine langfristige Beobachtung der Fläche notwendig, um ein erneutes Aufkommen frühzeitig zu erkennen.

DON'T

Das bringt nix!
  • Konkurrenzpflanzungen ohne mechanische oder chemische Begleitmaßnahmen
  • Kontrolliertes Abbrennen ist wirkungslos, da nur die oberirdischen Teile betroffen sind, während das Rhizomsystem intakt bleibt. 
  • Sporadisches Abschneiden der oberirdischen Triebe

Die andere Sichtweise - Ursprung, Nutz- und Heilpflanze

Herkunft und Verbreitung
Der Japanknöterich stammt aus Ostasien. Er ist Erstbesiedler von Vulkanland, also Spezialist für schwierige Verhältnisse.
Er kam durch den bayrischen Japan- und Naturforscher Philipp Franz von Siebold 1825 nach Europa und wurde auch nach Amerika gezielt eingeführt. Die Pflanze sollte als Wildfutter- und Deckungspflanze sowie zu zier- und gartenbaulichen Zwecken dienen und war durch die späte Blütezeit und nektarreiche Blüten auch bei Imkern beliebt. Zudem wurde sie zur Erosionskontrolle und als Futterpflanze genutzt - ohne zu wissen, wie schädlich diese Praxis letztlich sein würde.

Die Pflanze ist nicht giftig. Die jungen Triebe können vom Menschen als Gemüse, Salat oder für Kompott verwendet werden. Sie schmecken ähnlich wie Rhabarber und können gegart oder roh verzehrt werden. Der säuerliche Geschmack beruht auf Oxalsäure (sparsamer Genuss empfohlen). Verwendung als Heilpflanze und Nutzpflanze: Das enthaltene Resveratrol, ein Polyphenol, dem eine hohe Antioxidationswirkung bescheinigt wird, hat eine entzündungshemmende Wirkung und stärkt somit auch das Immunsystem. In Japan wird aus der Wurzel des Japanischen Staudenknöterichs zum Beispiel eine Tinktur hergestellt.

Neben dem japanischen Staudenknöterich, Reynoutria japonica (AKA: Fallopia japonica, Polygonum cuspidatum) kommen auch der Riesenstaudenknöterich (Reynoutria sachalinensis) und der Böhmische Staudenknöterich (Renoutria x bohemica) in Österreich vor.

In wenigen Worten

Der Staudenknöterich wurde nach Europa als Futter- und Zierpflanze eingeschleppt und hat ein enormes Wachstums- und Ausbreitungspotenzial. Vor allem an Uferböschungen verdrängt er die heimische Flora. Seine kräftigen Rhizome können bauliche Infrastruktur schädigen. Nur gewissenhafte und durchdachte Bekämpfungsmaßnahmen können ihn zurückdrängen. Achtloser Umgang mit oberirdischen und unterirdischen Pflanzenteilen trägt zu seiner Verbreitung bei!

Quellen:

ABSCHLUSSBERICHT
Grundlagen für die Bekämpfung von Riesenbärenklau, Japanischem Staudenknöterich und Schmalblättrigem Greiskraut an Bayerischen Straßen 2020-2023 Projektleitung: Dr. Rea Maria Hall, Projektassistenz: Dipl.-Ing. Bernhard Urban

Preventing the Spread of Japanese knotweed Reynoutria japonica (AKA: Fallopia japonica, Polygonum cuspidatum) Best Management practices
New Hampshire Department of Agriculture, Markets & Food 2018
Prepared by: Douglas Cygan

Links zum Thema

  • AGES zum Staudenknöterich
  • 9 häufige Fehler, die Sie bei der Bekämpfung des invasiven Knöterichs vermeiden sollten
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Staudenknöterich in Getreide © DI Claudia Winkovitsch