Newcastle Disease - Aktuelle Infos zur atypischen Geflügelpest
Die Newcastle Disease (ND), auch "atypische Geflügelpest" genannt, ist eine meldepflichtige, hochansteckende Viruserkrankung bei Vögeln, die zu einer hohen Krankheitsrate und Todesrate führen kann. Unterschiedliche Vogelarten können betroffen sein, wie Geflügel, Puten, Wildvögel oder auch Tauben. Andere Tierarten können nicht infiziert werden, wobei eine Infektion des Menschen in seltenen Fällen möglich ist.
Aktuelle Lage in Europa
In den vergangenen Monaten wurden vermehrt Ausbrüche der Newcastle Disease in Europa gemeldet. Vor allem Polen, die Slowakei und Tschechien melden regelmäßig neue Fälle. Im Februar dieses Jahres wurde auch der erste Ausbruch in Deutschland seit mehr als 20 Jahren gemeldet. Inzwischen wurden insgesamt bereits zwölf Ausbrüche in Brandenburg und Bayern (Landkreis Erding) bestätigt. Betroffen sind derzeit Legehennen-, Puten-, aber auch Geflügelmastbetriebe. Über 120.000 Tiere wurden bereits im Rahmen der Seuchenbekämpfungsmaßnahmen in Deutschland getötet.
Situation in Österreich
Österreich gilt seit 1999 als frei von Newcastle Disease. Der letzte Ausbruch in Geflügelbeständen wurde 1997 registriert. Allerdings tritt des Virus sporadisch bei Wildtauben in Österreich auf - damit kann es auch über Wildvögel in Geflügelhaltungen eingeschleppt werden.
Die Symptome ähneln stark denen der Geflügelpest:
Die Symptome ähneln stark denen der Geflügelpest:
- hohe Sterblichkeit in betroffenen Beständen
- drastischer Rückgang der Legeleistung
- Fieber, Apathie und Appetitlosigkeit
- schnupfenähnliche Symptome und Atemnot
- zentralnervöse Störungen wie Lähmungen oder Kopfschiefhaltungen
Biosicherheit und Impfung
Es gibt keine spezifische Therapie gegen die Newcastle Disease. Im Gegensatz zur Vogelgrippe ist aber eine vorbeugende Impfung verfügbar. Vor dem Hintergrund der aktuellen Seuchenlage wird daher empfohlen, die Impfung gegen die Newcastle Disease durchzuführen, um den eigenen Geflügelbestand bestmöglich zu schützen.
Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter sollten sich daher mit ihrer Betreuungstierärztin bzw. ihrem Betreuungstierarzt in Verbindung setzen und sich zu geeigneten Impfstrategien sowie zu notwendigen Biosicherheitsmaßnahmen beraten lassen bzw. diese entsprechend einhalten und umsetzen.
Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter sollten sich daher mit ihrer Betreuungstierärztin bzw. ihrem Betreuungstierarzt in Verbindung setzen und sich zu geeigneten Impfstrategien sowie zu notwendigen Biosicherheitsmaßnahmen beraten lassen bzw. diese entsprechend einhalten und umsetzen.