EU-Agrarministertagung
Irland ist bestrebt, sowohl bei der künftigen Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) als auch bei den Verhandlungen zum EU-Haushalt substanzielle Fortschritte zu erzielen. Beim jüngsten Treffen der EU-Agrarminister ist dies in wichtigen Bereichen gelungen. So konnte bei den Themen Kappung und Degression eine gemeinsame Position gefunden werden. Gleichzeitig soll die Unterstützung für Junglandwirt/-innen weiter ausgebaut werden. Darüber hinaus sieht der irische Vorschlag vor, dass die Mitgliedsstaaten auch künftig Programme entwickeln können, die in ihren Grundzügen jenen der laufenden Förderperiode ähneln. Diese inhaltliche Kontinuität wäre ein wesentlicher Beitrag zur Verringerung des bürokratischen Aufwands und würde Planungssicherheit für die Betriebe schaffen. Allerdings handelt es sich dabei lediglich um einen Zwischenschritt. Die nun gefundene Position des Rates muss in den weiteren Verhandlungen mit dem Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission verhandelt werden. Der größte und schwierigste Brocken war ausgeklammert und ist dem Treffen der EU Staats- und Regierungschefs vorbehalten: Die Frage der grundsätzlichen Ausgestaltung des EU-Budgets und der Anteil der Landwirtschaft. Ein zukunftssicheres Agrarmodell, das Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit bietet, braucht finanziell ausreichend Mittel. Mehr für weniger geht nicht.