Eine Stimme für Wald und Alpe
Mit der Gründung des „Verbands Vorarlberger Agrargemeinschaften“ erhält ihre bisherige Zusammenarbeit nun einen festen institutionellen Rahmen innerhalb der Landwirtschaftskammer Vorarlberg. Damit bekommen die Agrargemeinschaften erstmals eine offizielle Stimme innerhalb der land- und forstwirtschaftlichen Interessenvertretung. Zum Obmann wurde Johannes Maier, Obmann der Agrargemeinschaft Nenzing, gewählt.
Die rund 30 aus Gemeindegut hervorgegangenen Vorarlberger Agrargemeinschaften kümmern sich um viele Wälder und Alpen im Land. Sie pflegen Schutzwälder, die vor Lawinen und Muren schützen, halten Wege und Naherholungsgebiete instand und liefern Holz für die regionale Wärmeversorgung. Künftig wollen sie ihre Kräfte noch stärker bündeln. Bei der Gründungsversammlung am 23. Oktober in Nenzing wurde der neue Fachverband offiziell gegründet und ein Ausschuss gewählt. Dieser bestimmte am 28. Oktober im Rahmen seiner konstituierenden Sitzung den Vorstand.
Neben Neo-Verbands-Obmann Johannes Maier (Agrargemeinschaft Nenzing), gehören ihm Achim Dünser (Agrargemeinschaft Stallehr) als Obmann-Stellvertreter und Friedrich Morscher (Agrargemeinschaft Weiler) sowie Manfred Kopf (Agrargemeinschaft Sulz) als weitere Vorstandsmitglieder an.
Die rund 30 aus Gemeindegut hervorgegangenen Vorarlberger Agrargemeinschaften kümmern sich um viele Wälder und Alpen im Land. Sie pflegen Schutzwälder, die vor Lawinen und Muren schützen, halten Wege und Naherholungsgebiete instand und liefern Holz für die regionale Wärmeversorgung. Künftig wollen sie ihre Kräfte noch stärker bündeln. Bei der Gründungsversammlung am 23. Oktober in Nenzing wurde der neue Fachverband offiziell gegründet und ein Ausschuss gewählt. Dieser bestimmte am 28. Oktober im Rahmen seiner konstituierenden Sitzung den Vorstand.
Neben Neo-Verbands-Obmann Johannes Maier (Agrargemeinschaft Nenzing), gehören ihm Achim Dünser (Agrargemeinschaft Stallehr) als Obmann-Stellvertreter und Friedrich Morscher (Agrargemeinschaft Weiler) sowie Manfred Kopf (Agrargemeinschaft Sulz) als weitere Vorstandsmitglieder an.
Wachsende Herausforderungen und komplexe Rahmenbedingungen
Das zunehmende Spannungsfeld zwischen Naturschutz und wirtschaftlicher Verantwortung sowie die immer komplexer werdenden politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen stellen die Vorarlberger Agrargemeinschaften vor wachsende Herausforderungen. Die Frage, wie sie diese künftig gemeinsam bewältigen können, hat vor mehreren Jahren einen Prozess angestoßen, in dem Möglichkeiten der Zusammenarbeit, gemeinsame Interessen und Synergien intensiv ausgelotet wurden. Dieser mündete nun in der Gründung des gemeinsamen Fachverbandes innerhalb der Vorarlberger Landwirtschaftskammer.
„Die Agrargemeinschaften in Vorarlberg sind zwar sehr unterschiedlich aufgestellt, haben aber vieles gemeinsam. Vor allem verfolgen wir alle dasselbe Ziel: die Natur für uns und die nächsten Generationen zu erhalten und zu pflegen. Damit wir dieser Verantwortung auch künftig gerecht werden können, braucht es einerseits einen engen Austausch untereinander und andererseits eine gemeinsame Stimme gegenüber Politik und Verwaltung. Denn neue Verordnungen und gesetzliche Regelungen betreffen uns alle – unabhängig von der Größe und den Ressourcen der einzelnen Agrargemeinschaften“, erklärt Verbandsobmann Johannes Maier die Beweggründe.
„Die Agrargemeinschaften in Vorarlberg sind zwar sehr unterschiedlich aufgestellt, haben aber vieles gemeinsam. Vor allem verfolgen wir alle dasselbe Ziel: die Natur für uns und die nächsten Generationen zu erhalten und zu pflegen. Damit wir dieser Verantwortung auch künftig gerecht werden können, braucht es einerseits einen engen Austausch untereinander und andererseits eine gemeinsame Stimme gegenüber Politik und Verwaltung. Denn neue Verordnungen und gesetzliche Regelungen betreffen uns alle – unabhängig von der Größe und den Ressourcen der einzelnen Agrargemeinschaften“, erklärt Verbandsobmann Johannes Maier die Beweggründe.
Synergien und Chancen
Die Verankerung innerhalb der Landwirtschaftskammer schafft für alle Beteiligten ein großes Synergiepotenzial und neue Chancen. Das unterstreicht auch LK-Präsident Josef Moosbrugger: „Die Vorarlberger Agrargemeinschaften leisten tagtäglich wertvolle Arbeit für ihre Mitglieder, aber auch für die gesamte Gesellschaft. Sie bewirtschaften Wälder und Alpen nachhaltig, erhalten wichtige Schutz- und Erholungsräume und tragen maßgeblich zur Pflege unserer Kulturlandschaft bei. Die Bündelung ihrer Kräfte im Verband stärkt ihre Rolle als wichtiger Partner für die Zukunft unserer ländlichen Räume“, so Moosbrugger und weiter: „Der Leitspruch ‚Wir pflegen die Natur für uns alle und kommende Generationen‘ beschreibt ihren Auftrag treffend. Gerade in Zeiten des Klimawandels sind die Agrargemeinschaften wichtige Partner, wenn es darum geht, Natur- und Lebensräume nachhaltig zu bewirtschaften und zu erhalten.“
Leistungen stärker ins Bewusstsein rücken
Neben der gemeinsamen Interessenvertretung gegenüber Politik, Verwaltung und Behörden möchte der neue Fachverband vor allem auch die Öffentlichkeitsarbeit verstärken. Denn die rund 30 Vorarlberger Agrargemeinschaften bewirtschaften gemeinsam etwa 145 Quadratkilometer Wald – das entspricht 16 Prozent der Vorarlberger Waldfläche oder 26 Prozent der Waldflächen in den Bezirken Feldkirch und Bludenz, wo fast alle Agrargemeinschaften verankert sind. Jährlich ernten sie rund 57.000 Festmeter Holz und betreuen 670 Kilometer Forst- und Güterwege. Ein besonderes Merkmal ist auch, dass bei den Agrargemeinschaften viel ehrenamtliche Arbeit geleistet wird. Mit insgesamt rund 6.800 Mitgliedern bewegen sich die Agrargemeinschaften in einer ähnlichen Größenordnung wie die Freiwilligen Feuerwehren in Vorarlberg.
„Obwohl wir so viele Mitglieder haben und wichtige Aufgaben für das Gemeinwohl übernehmen, wissen viele Menschen kaum, was Agrargemeinschaften eigentlich tun. Das wollen wir mit dem neuen Fachverband ändern, indem wir unsere Öffentlichkeitsarbeit bündeln und stärker zeigen, welchen Beitrag wir für Mensch und Natur in Vorarlberg leisten“, erklärt Friedrich Morscher, Alt-Obmann der Agrargemeinschaft Weiler und Vorstandsmitglied.
„Obwohl wir so viele Mitglieder haben und wichtige Aufgaben für das Gemeinwohl übernehmen, wissen viele Menschen kaum, was Agrargemeinschaften eigentlich tun. Das wollen wir mit dem neuen Fachverband ändern, indem wir unsere Öffentlichkeitsarbeit bündeln und stärker zeigen, welchen Beitrag wir für Mensch und Natur in Vorarlberg leisten“, erklärt Friedrich Morscher, Alt-Obmann der Agrargemeinschaft Weiler und Vorstandsmitglied.