Effiziente Jagd mit dem Klettersitz
Eine ähnliche Entwicklung könnte die Jagd mit dem Klettersitz bei uns in Vorarlberg machen. In einem ersten Praxisseminar in St. Anton im Montafon über das Ländliche Fortbildungsinstitut wurden die Anwendung, die Vorteile, aber auch die Nachteile unterrichtet.
Dr. Martina Hudler, Wildtierbiologin und Jagdwissenschaftlerin an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, freute sich als Leiterin des Kurses über das Interesse in Vorarlberg und meinte gleich zu Beginn, dass jene, die den Klettersitz einmal verwendet haben, diesen in der Folge immer wieder verwenden. Der Klettersitz kann sowohl als alternativer Hochstand für den Einzelansitz eingesetzt werden, als auch bei der Drückjagd als variabler Ansitz genutzt werden.
Dr. Martina Hudler, Wildtierbiologin und Jagdwissenschaftlerin an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, freute sich als Leiterin des Kurses über das Interesse in Vorarlberg und meinte gleich zu Beginn, dass jene, die den Klettersitz einmal verwendet haben, diesen in der Folge immer wieder verwenden. Der Klettersitz kann sowohl als alternativer Hochstand für den Einzelansitz eingesetzt werden, als auch bei der Drückjagd als variabler Ansitz genutzt werden.
Kein Gewöhnungseffekt
Das Wild kennt oft die festen Jagdeinrichtungen, sodass der Jäger dann oft kein einziges Stück vor die Flinte bekommt. Hier kann ein temporärer, flexibler Ansitz, den das Wild nicht kennt, helfen. Dadurch ergibt sich eine hohe Flexibilität. Es gibt keinen Gewöhnungseffekt, je mehr gewechselt wird. Es kann an Waldorten gejagt werden, an denen kein fester Sitz möglich ist. Zudem können neue Plätze ausprobiert und Jagdorte saisonal leicht angepasst werden. Mit einer Kletterhöhe von bis zu zwölf Metern ergibt sich ein erweitertes Sichtfeld. Wild kann früher entdeckt werden und die Vorbereitungszeit zur Schussabgabe steigt. Die gute Sicht an Waldorten mit bereits hoher Naturverjüngung ist in unseren Wäldern von Vorteil. Ein weiterer Vorteil ist der gute Kugelfang durch den besseren Schusswinkel. Ein großer Vorteil ist außerdem, dass Rehwild sich eigentlich nicht nach oben absichert und unsere Geruchsfahne am Boden schlechter wahrnehmbar ist. Dann wären wir bei den Kosten. Mit 400 bis 500 Euro Anschaffungskosten kann wesentlich günstiger als mit festen Sitzen gearbeitet werden. Mit der Ergänzung zu weniger notwendigen festen Sitzen ergibt sich eine Kostenverbesserung.
Zwei- bis dreifache Jagdstrecke
Der Hauptvorteil liegt aber in der Effizienzsteigerung der Jagdstrecke. Diese kann bis zum Zwei- bis Dreifachen höher sein als bei der klassischen Ansitzjagd. Damit hat der Jäger für die Abschusserfüllung
weniger Aufwand und der Hauptstressfaktor für das Wild kann verringert werden. Die Nachteile sind überschaubar, bei dünnborkigen Bäumen kann es vereinzelt durch die Klettertechnik zu Schäden am Baum kommen. Die etwas höhere Witterungsabhängigkeit bei Starkregen, Schnee und Wind muss berücksichtigt werden. Im Kurs wurde auch großer Wert auf die Anwendungssicherheit gelegt (Klettertechnik, Abseilen, Hilfekette, etc.).
weniger Aufwand und der Hauptstressfaktor für das Wild kann verringert werden. Die Nachteile sind überschaubar, bei dünnborkigen Bäumen kann es vereinzelt durch die Klettertechnik zu Schäden am Baum kommen. Die etwas höhere Witterungsabhängigkeit bei Starkregen, Schnee und Wind muss berücksichtigt werden. Im Kurs wurde auch großer Wert auf die Anwendungssicherheit gelegt (Klettertechnik, Abseilen, Hilfekette, etc.).