Dürre wirkt sich auch im Forst aus
Trockenheit zählt zu den größten Bedrohungen für die Wälder in Mitteleuropa und im Alpenraum. Die Auswirkungen von Trockenstress sind im Wald – abgesehen vom verfrühten Laubabfall – nicht so augenscheinlich wie in der Landwirtschaft. Dennoch können sie die Schutzfunktionen unserer Wälder in einem Gebirgsland wie Vorarlberg erheblich beeinträchtigen. Neben wirtschaftlichen Verlusten für die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer wirkt sich Trockenheit auch negativ auf die Schutzwaldwirkung aus. Außerdem droht im kommenden Jahr eine massive Borkenkäferkalamität. Die ausgesetzten Schadholzförderungen sollten daher dringend wieder eingeführt werden.
Instabilität der Hänge
Wenn Bäume aufgrund von Wassermangel geschwächt werden oder absterben, verlieren ihre Wurzeln nach und nach ihre stabilisierende Wirkung im Boden. Dadurch nimmt die Instabilität der Hänge zu, und Erosionen, Rutschungen sowie Muren können leichter ausgelöst werden. Bäume benötigen Wasser für die Photosynthese und den Nährstofftransport. Bei längerer Trockenheit schließen sie ihre Spaltöffnungen, um Wasser zu sparen. Dadurch nimmt ihre Vitalität ab, und sie werden anfälliger für Schädlinge und Krankheiten.
Hohe Borkenkäfergefahr – Förderungen wieder einsetzen!
Borkenkäfer können sich innerhalb einer Saison exponentiell vermehren. Bereits im Herbst zeigen sich die ersten Befallsnester, und im kommenden Jahr könnte daraus ein ernstes Problem entstehen.
Das rechtzeitige Erkennen eines Befalls – meist im Bereich des Kronenansatzes – ist jedoch gar nicht so einfach. Deshalb sind intensive Kontrollen durch Waldaufseherinnen, Waldaufseher sowie Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer notwendig. Im Frühjahr muss die erste Käfergeneration mit höchster Priorität bekämpft werden. Gelingt dies nicht, vermehrt sich der Käferbestand bis zur dritten Generation so stark, dass sich geschwächte Fichten kaum noch wehren können und forstliche Maßnahmen nur noch begrenzte Wirkung zeigen.
Die aus Budgetgründen bei der letzten Landesförderkonferenz ausgesetzten Förderungen müssen insbesondere für die wichtigsten Bekämpfungsmaßnahmen dringend wieder eingeführt werden. So ist etwa das Vorlegen von Fangbäumen im Frühjahr eine besonders wirksame Maßnahme. Ebenso wichtig sind die Entrindung mit Borkenkäferfräsen sowie die rasche Entnahme aller fängischen Hölzer.
Es muss deutlich darauf hingewiesen werden, dass vorbeugende Maßnahmen wesentlich effizienter und kostengünstiger sind. Andernfalls drohen nicht nur hohe wirtschaftliche Schäden, sondern auch empfindliche Verluste der Schutzwaldwirkung, die in einem Gebirgsland wie Vorarlberg von existenzieller Bedeutung ist.
Das rechtzeitige Erkennen eines Befalls – meist im Bereich des Kronenansatzes – ist jedoch gar nicht so einfach. Deshalb sind intensive Kontrollen durch Waldaufseherinnen, Waldaufseher sowie Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer notwendig. Im Frühjahr muss die erste Käfergeneration mit höchster Priorität bekämpft werden. Gelingt dies nicht, vermehrt sich der Käferbestand bis zur dritten Generation so stark, dass sich geschwächte Fichten kaum noch wehren können und forstliche Maßnahmen nur noch begrenzte Wirkung zeigen.
Die aus Budgetgründen bei der letzten Landesförderkonferenz ausgesetzten Förderungen müssen insbesondere für die wichtigsten Bekämpfungsmaßnahmen dringend wieder eingeführt werden. So ist etwa das Vorlegen von Fangbäumen im Frühjahr eine besonders wirksame Maßnahme. Ebenso wichtig sind die Entrindung mit Borkenkäferfräsen sowie die rasche Entnahme aller fängischen Hölzer.
Es muss deutlich darauf hingewiesen werden, dass vorbeugende Maßnahmen wesentlich effizienter und kostengünstiger sind. Andernfalls drohen nicht nur hohe wirtschaftliche Schäden, sondern auch empfindliche Verluste der Schutzwaldwirkung, die in einem Gebirgsland wie Vorarlberg von existenzieller Bedeutung ist.
Strategien für klimafitte und stabile Wälder
Waldbestände widerstandsfähiger gegenüber längeren Trockenperioden zu machen, ist keine einfache Aufgabe. Vorarlberg profitiert normalerweise von hohen Jahresniederschlägen. Dadurch sind viele Bäume weniger gezwungen, tief zu wurzeln. Längere Trockenperioden können sich deshalb besonders stark auswirken.
Stabile und resiliente Wälder benötigen neben einer hohen Baumartenvielfalt auch einen vielfältigen Bestandesaufbau. Dies wird durch eine aktive Waldbewirtschaftung erreicht. Kleinere und größere Holznutzungen sollen in einem kontinuierlich wechselnden Mosaik für junge und ältere Waldstrukturen sorgen.
Bei den Baumarten spielen heimische Mischbaumarten wie Weißtanne, Bergahorn und Eiche eine wichtige Rolle. Gleichzeitig sollten auch geeignete Herkünfte aus anderen Regionen berücksichtigt werden (Assisted Migration), etwa trockenheitsangepasste Herkünfte der Weißtanne sowie Gastbaumarten wie Douglasie, Roteiche oder Schwarznuss.
Stabile und resiliente Wälder benötigen neben einer hohen Baumartenvielfalt auch einen vielfältigen Bestandesaufbau. Dies wird durch eine aktive Waldbewirtschaftung erreicht. Kleinere und größere Holznutzungen sollen in einem kontinuierlich wechselnden Mosaik für junge und ältere Waldstrukturen sorgen.
Bei den Baumarten spielen heimische Mischbaumarten wie Weißtanne, Bergahorn und Eiche eine wichtige Rolle. Gleichzeitig sollten auch geeignete Herkünfte aus anderen Regionen berücksichtigt werden (Assisted Migration), etwa trockenheitsangepasste Herkünfte der Weißtanne sowie Gastbaumarten wie Douglasie, Roteiche oder Schwarznuss.
Service für aktive Waldbewirtschaftung
Über den Waldverband kann professionell sowohl der Rundholzverkauf als auch die Holzaufarbeitung organisiert und durchgeführt werden. Auf eine transparente Abwicklung ohne verdeckte Händlerspannen wird großen Wert gelegt. Der Waldverband ist eine Organisation der Waldbesitzenden für die Waldbesitzenden (als Fachverband der Landwirtschaftskammer Vorarlberg organisiert). Der Waldverband hat über 4.000 Waldbesitzer/-innen als Mitglieder.
Es gibt keinen jährlichen Mitgliedsbeitrag, nur in dem Jahr in dem Holz vermarktet wird, fallen 30 Euro an. Ansonsten werden drei Prozent des Festmeter-Nettoverkaufsertrages zur Kostendeckung einbehalten. Die Zusammenarbeit mit den Landeswaldaufsehern in den Regionen ist dabei sehr wichtig. Kontakt: Ing. Edgar Häfele, T 0664/6025919461, E edgar.haefele@lk-vbg.at oder Abfrage in der „waldfinder“-Smartphone-App.
Es gibt keinen jährlichen Mitgliedsbeitrag, nur in dem Jahr in dem Holz vermarktet wird, fallen 30 Euro an. Ansonsten werden drei Prozent des Festmeter-Nettoverkaufsertrages zur Kostendeckung einbehalten. Die Zusammenarbeit mit den Landeswaldaufsehern in den Regionen ist dabei sehr wichtig. Kontakt: Ing. Edgar Häfele, T 0664/6025919461, E edgar.haefele@lk-vbg.at oder Abfrage in der „waldfinder“-Smartphone-App.