Blick nach vorne
Das zeigte der Austausch der deutschen und österreichischen Landwirtschaftskammern, der diese Woche in Dornbirn stattgefunden hat. Das, was in den letzten Jahren in Brüssel an Verordnungen beschlossen wurde, ist für die Land- und Forstwirtschaft in dieser Form nicht bewältigbar, der Aufwand in der Umsetzung wäre enorm und es steckt für unsere Betriebe wenig Sinn hinter einer EU Entwaldungs- und einer Wiederherstellungsverordnung. Die Betriebe kommen mit Vergangenheitsidealisierung nicht weiter. Die Herausforderungen der Zukunft sind da: der Klimawandel, die Bedrohung durch neue Schädlinge und Krankheiten und letztlich die Gefährdung der Lebensmittelversorgungssicherheit. Das sind Herausforderungen, denen sich die Land- und Forstwirtschaft stellen wird. Dazu benötigt es auch in Zukunft Wirkstoffe für den Pflanzenschutz, einen offenen Umgang mit neuen Methoden der Pflanzenzüchtung und vor allem weniger Papierkrieg, damit den Bäuerinnen und Bauern Zeit bleibt, ihrer eigentlichen Arbeit nachzugehen. Es wäre angebracht, die Land- und Forstwirtschaft auf diesem Weg zu unterstützen, statt den Bäuerinnen und Bauern mit immer neuen, gut gemeinten Ideen, Prügel vor die Beine zu werfen.