Bio ist Wachstumsmotor im Handel
Die Umsätze stiegen um 6,5 Prozent, die Absatzmengen um 2,3 Prozent – und damit deutlich stärker als im Gesamtmarkt. Bio-Produkte bleiben bei Konsumentinnen und Konsumenten somit weiterhin fest verankert. Auch der deutsche Bio-Markt zeigt starke Wachstumsraten von plus 8,7 Prozent Umsatzsteigerung im gesamten Lebensmittelhandel. In vielen Segmenten (Milch, Geflügel, pflanzliche Produkte) ist Deutschland ein wichtiger Markt für die heimische Bio-Landwirtschaft. Der Erfolg von Bio auf den Märkten zeigt: Österreich braucht einen aktiven Ausbau der Bio-Landwirtschaft und attraktive politische Rahmenbedingungen für Bio.
Bio ist der Wachstumsmotor im Lebensmitteleinzelhandel. Der Lebensmittel-Gesamtmarkt ist mengenmäßig im vergangenen Jahr um 0,7 Prozent geschrumpft und konnte umsatzmäßig nur um 2,5 Prozent zulegen.
Die Bio-Märkte sind weniger von globalen Einflussgrößen wie beispielsweise Düngemittelimporten geprägt. Das ist ein entscheidender Vorteil hinsichtlich der Marktpreisentwicklung. Zudem sehen wir ein sehr treues Käuferverhalten im Bio-Bereich. Qualität und Herkunft der Produkte werden geschätzt. Das ist genau das, was die heimische Landwirtschaft braucht.
Bio ist der Wachstumsmotor im Lebensmitteleinzelhandel. Der Lebensmittel-Gesamtmarkt ist mengenmäßig im vergangenen Jahr um 0,7 Prozent geschrumpft und konnte umsatzmäßig nur um 2,5 Prozent zulegen.
Die Bio-Märkte sind weniger von globalen Einflussgrößen wie beispielsweise Düngemittelimporten geprägt. Das ist ein entscheidender Vorteil hinsichtlich der Marktpreisentwicklung. Zudem sehen wir ein sehr treues Käuferverhalten im Bio-Bereich. Qualität und Herkunft der Produkte werden geschätzt. Das ist genau das, was die heimische Landwirtschaft braucht.
Ausbau der Bio-Landwirtschaft durch attraktive Rahmenbedingungen aktiv vorantreiben
Die positive Marktentwicklung im Bio-Bereich bestätigt die wirtschaftliche und ökologische Bedeutung der biologischen Landwirtschaft. Um diesen Wachstumskurs abzusichern, braucht es jedoch attraktive agrarpolitische Rahmenbedingungen und einen aktiven Ausbau der Bio-Landwirtschaft.
Die aktuellen Zahlen zeigen klar, dass Bio funktioniert. Jetzt braucht es die richtigen politischen Weichenstellungen, um dieses Wachstum nachhaltig abzusichern. Ein zentraler Hebel liegt in der öffentlichen Lebensmittelbeschaffung. Eine konsequente Umsetzung einer wirksamen Bio-Quote kann die Nachfrage stabilisieren und zusätzliche Absatzmärkte für heimische Betriebe schaffen. Gleichzeitig sind gezielte Förderanreize notwendig, um Um- und Neueinstiege zu erleichtern. Die öffentliche Hand muss hier vorangehen und gezielt auf heimische Bio-Lebensmittel setzen – das stärkt unsere Betriebe und sorgt für mehr Wertschöpfung im Land. Auch auf der Marktseite braucht es weitere Schritte. Die stärkere Positionierung heimischer Bio-Produkte bleibt entscheidend. Ziel ist es, die Qualität heimischer Bio-Produkte noch sichtbarer zu machen und damit auch bessere Preise für die Betriebe zu erreichen.
Die aktuellen Zahlen zeigen klar, dass Bio funktioniert. Jetzt braucht es die richtigen politischen Weichenstellungen, um dieses Wachstum nachhaltig abzusichern. Ein zentraler Hebel liegt in der öffentlichen Lebensmittelbeschaffung. Eine konsequente Umsetzung einer wirksamen Bio-Quote kann die Nachfrage stabilisieren und zusätzliche Absatzmärkte für heimische Betriebe schaffen. Gleichzeitig sind gezielte Förderanreize notwendig, um Um- und Neueinstiege zu erleichtern. Die öffentliche Hand muss hier vorangehen und gezielt auf heimische Bio-Lebensmittel setzen – das stärkt unsere Betriebe und sorgt für mehr Wertschöpfung im Land. Auch auf der Marktseite braucht es weitere Schritte. Die stärkere Positionierung heimischer Bio-Produkte bleibt entscheidend. Ziel ist es, die Qualität heimischer Bio-Produkte noch sichtbarer zu machen und damit auch bessere Preise für die Betriebe zu erreichen.
Bio-Betriebe sind gesucht – Top-up für Neueinsteiger wurde erreicht
Im Zuge der kommenden GAP-Periode müssen die Rahmenbedingungen für den Biolandbau insgesamt attraktiver gestaltet werden, insbesondere durch eine dauerhafte Einstiegsmöglichkeit in die ÖPUL-Biomaßnahme. Erste Impulse wurden mit einem Zuschlag zur UBB-Maßnahme gesetzt. Ab 2027 wird dieser Weg mit einem Top-up auf die UBB-Prämie in Höhe von 80 Euro je Hektar für Neueinsteiger weitergeführt. „Das ist ein wichtiges Signal für alle umstellungsinteressierten Betriebe – und ein klarer Schritt, um zusätzliche Bio-Betriebe für die steigende Nachfrage zu gewinnen.
Bio-Produkte in vielen Produktgruppen stark nachgefragt
Hohe Bio-Anteile (wertmäßig) werden unter anderem bei Bio-Trinkmilch und Bio-Frischgemüse (jeweils 24 Prozent), Bio-Mehl (30 Prozent) und Bio-Eiern (18 Prozent) erzielt. Bei Bio-Fleisch und Bio-Geflügel konnte erstmals die Acht-Prozent-Umsatzanteilsmarke durchbrochen werden. Insgesamt erreichten die jährlichen Ausgaben für Bio im Jahr 2025 ein neues Rekordhoch von durchschnittlich 359 Euro pro Haushalt. Der wertmäßige Bio-Anteil im LEH stieg insgesamt auf 11,9 Prozent.
Bio ist im Mainstream angekommen
Beim Kauf von Bio-Produkten rückt zunehmend das eigene Gesundheitsbewusstsein in den Fokus. Bio-Produkte sind streng kontrolliert: Das schafft Vertrauen und gibt Sicherheit beim Kauf. „Starke Motive für den Griff zum Bio-Produkt bleiben zudem auch Tierwohl und Nachhaltigkeit, der Geschmack sowie die Unterstützung der kleinstrukturierten Landwirtschaft.
Deutscher Bio-Markt wächst
In Deutschland verzeichnete der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) inklusive Discount- und Drogeriemärkten im Jahr 2025 ein starkes Wachstum mit einem Umsatzplus von 8,7 Prozent. Der Spitzenreiter im Wachstum ist Bio-Geflügel mit einem Umsatzplus von 15,3 Prozent und einem Mengenzuwachs von 16,7 Prozent. Ein Wachstum, von dem auch der österreichische Bio-Geflügelmarkt profitiert. Der Exportanteil, insbesondere nach Deutschland, von heimischem Bio-Geflügel wurde in den letzten Jahren kontinuierlich auf über 50 Prozent gesteigert. „Viele österreichische Betriebe investieren aktuell wieder in die Bio-Mastgeflügelhaltung. Das zeigt sich auch bei unseren Erstberatungsgesprächen und Umstellungsberatungen. Mit der Bio-Geflügelhaltung kann in vielen Fällen ein weiteres betriebliches Standbein geschaffen werden. Über ein Viertel der Bio-Milchprodukte wird nach Deutschland exportiert. In den letzten vier Jahren hat Österreich somit Dänemark als wichtigsten Bio-Milchexporteur nach Deutschland überholt.
Nachfrage wirkt sich positiv auf Rohstoffmärkte aus
Die gute Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln wirkt sich insgesamt positiv auf die Rohstoffmärkte aus. Das äußert sich in einem stabileren Preisverhalten der Bio-Rohstoffe. Auch der Bio-Ackerfrüchtemarkt, das sogenannte Sorgenkind, hat sich 2025 wieder erholt, und auch der Ausblick für das heurige Jahr ist positiv. Besonders der Veredelungsmarkt, insbesondere der Geflügelmarkt (Bio-Eier und Bio-Geflügelfleisch), ist von einer guten konsumentenseitigen Nachfrage geprägt.
Die Tiere brauchen Futter, das zum überwiegenden Teil die heimischen Ackerbauern produzieren. Qualitätssicherungssysteme für Herkunft und Qualität vom Futtergetreide bis zum fertigen Bio-Produkt – wie jenes vom heimischen Bio-Verband BIO AUSTRIA – tragen somit zur direkten Wertschöpfungssteigerung für unsere Bio-Betriebe in Österreich bei.
Heimisches Bio-Futter für heimische Bio-Tiere ist eine Win-Win-Situation für dieBio-Bäuerinnen und Bio-Bauern. Dadurch schließen sich Wertschöpfungskreisläufe im Land, und wir können höchste heimische Bio-Qualität in Österreich vermarkten.
Die Tiere brauchen Futter, das zum überwiegenden Teil die heimischen Ackerbauern produzieren. Qualitätssicherungssysteme für Herkunft und Qualität vom Futtergetreide bis zum fertigen Bio-Produkt – wie jenes vom heimischen Bio-Verband BIO AUSTRIA – tragen somit zur direkten Wertschöpfungssteigerung für unsere Bio-Betriebe in Österreich bei.
Heimisches Bio-Futter für heimische Bio-Tiere ist eine Win-Win-Situation für dieBio-Bäuerinnen und Bio-Bauern. Dadurch schließen sich Wertschöpfungskreisläufe im Land, und wir können höchste heimische Bio-Qualität in Österreich vermarkten.
Preiszuschläge steigen für Bio-Milch
Aktuell gerät speziell der Milchsektor durch eine EU-weit hohe Milchanlieferungsmenge unter Druck. Insgesamt wurde in Österreich 2025 um 2,8 Prozent mehr Milch angeliefert. Die Bio-Milchanlieferung stieg in Österreich um 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr und erreichte mit 634.000 Tonnen einen neuen Höchstwert. Mit einem Bio-Milchanteil von 18,1 Prozent wurde der mit Abstand größte Bio-Milchanteil in der EU erreicht. Die gestiegenen Bio-Anliefermengen wirkten sich im Gegensatz zum konventionellen Markt deutlich weniger auf die Rohstoffpreise aus. Der Absatz von Bio-Milchprodukten im Lebensmittelhandel blieb in Österreich weitestgehend stabil. Zudem konnte in Deutschland ein deutliches Absatzplus festgestellt werden, und das wirkt sich stabilisierend auf den Bio-Milchpreis aus.
Magdalena Barth von Bio-Austria (OÖ), selbst Bio-Milchbäuerin, führt dazu aus: „Auch die Bio-Milchpreise sind seit November 2025 rückläufig, allerdings sehen wir wieder eine deutliche Preisdifferenzierung zwischen biologischer und konventioneller Milch. Der Bio-Milchpreis ist somit stabiler geblieben. Im ersten Quartal konnte Bio-Milch insgesamt besser verwertet werden. Deshalb erhöhten die Molkereien die Bio-Zuschläge in diesem Zeitraum. Ein wichtiges Signal für uns Bio-Milchbäuerinnen und -bauern, das zeigt, dass Bio-Milchprodukte nachgefragt sind.“
Magdalena Barth von Bio-Austria (OÖ), selbst Bio-Milchbäuerin, führt dazu aus: „Auch die Bio-Milchpreise sind seit November 2025 rückläufig, allerdings sehen wir wieder eine deutliche Preisdifferenzierung zwischen biologischer und konventioneller Milch. Der Bio-Milchpreis ist somit stabiler geblieben. Im ersten Quartal konnte Bio-Milch insgesamt besser verwertet werden. Deshalb erhöhten die Molkereien die Bio-Zuschläge in diesem Zeitraum. Ein wichtiges Signal für uns Bio-Milchbäuerinnen und -bauern, das zeigt, dass Bio-Milchprodukte nachgefragt sind.“
Bio-Rindfleisch bleibt gefragt und Bio-Schweine sind gesucht
Der konventionelle Rindfleischmarkt geriet nach einer längeren Hochphase in den letzten Wochen aufgrund der schwierigeren Exportsituation in Europa unter Druck. Die Vermarktungspreise für Bio-Jungrinder, Bio-Ochsen und Kalbinnen erwiesen sich durch den hohen Inlandsabsatz als stabiler und folgen den konventionellen Entwicklungen nur teilweise. Die Bio-Zuschläge sind somit in den letzten Wochen gestiegen.
Im Bereich der Bio-Ferkelerzeugung als auch in der Bio-Schweinemast werden laufend Betriebe gesucht. Die Absatzentwicklung ist stabil, und laut Verarbeitungsbetrieben wären steigende Absätze möglich, sofern mehr Bio-Schweinefleisch am Markt verfügbar wäre. Mit ihrer Kaufentscheidung für Bio unterstützen Konsumentinnen und Konsumenten die Arbeit der Biobäuerinnen und Biobauern in der Region und tun aktiv etwas für eine zukunftsfähige Umwelt und Gesellschaft.
Im Bereich der Bio-Ferkelerzeugung als auch in der Bio-Schweinemast werden laufend Betriebe gesucht. Die Absatzentwicklung ist stabil, und laut Verarbeitungsbetrieben wären steigende Absätze möglich, sofern mehr Bio-Schweinefleisch am Markt verfügbar wäre. Mit ihrer Kaufentscheidung für Bio unterstützen Konsumentinnen und Konsumenten die Arbeit der Biobäuerinnen und Biobauern in der Region und tun aktiv etwas für eine zukunftsfähige Umwelt und Gesellschaft.
Bio auch im Urlaub
Viele Konsumentinnen und Konsumenten wollen auch im bevorstehenden Urlaub nicht auf Bio-Genuss verzichten. Der neue Einkaufsführer bietet pünktlich zur Ausflugs- und Urlaubszeit Wissenswertes für den nachhaltigen Bio-Urlaub in Österreich. Die Homepage von Urlaub am Bauernhof weist den Weg zu Nächtigungsmöglichkeiten auf Bio-Bauernhöfen sowie zu zahlreichen Freizeitangeboten wie „Schau zum Bio-Bauernhof“ und ermöglicht Urlaubserlebnisse der besonderen Art.
Bio in Vorarlberg
Trotz Herausforderungen blicken die Vorarlberger Biobauern nach vorne. Bio-Betriebe profitieren in Krisenzeiten durch regionale Wertschöpfung und geringerer Abhängigkeit von Welthandel und fossilen Betriebsmitteln. Kreislaufwirtschaft, Vielfalt und Umweltschutz gelten als zentrale Zukunftsbasis. Gleichzeitig braucht es Zusammenarbeit, da Themen wie Neue Gentechnik, Mercosur und ein sinkendes GAP-Budget ab 2028 Druck erzeugen. Die Zahl der Biobetriebe in Vorarlberg bleibt stabil, die Flächen sind leicht rückläufig; österreichweit wirtschaftet über ein Fünftel der Betriebe biologisch. Bio-Produkte sind gefragt und werden vor allem aus Gesundheitsgründen gekauft. Erfreulich sind neue Mitglieder, Betriebsübergaben, Jubiläen und neue Projekte wie „Urlaub am Biobauernhof“.
Kontakt
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Florian Vinzenz
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