Bauernverbände zu GAP-Budget
Die Entscheidungen über die künftige Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) und das EU-Budget seien ausschlaggebend dafür, ob Europa seine Bevölkerung künftig eigenständig versorgen könne sowie wettbewerbsfähig, resilient und krisenfest bleibe. Rund 400 Delegierte besprachen in der schwedischen Hauptstadt gemeinsam mit der europäischen Dachorganisation Copa-Cogeca über die zentralen Zukunftsfragen der Branche. Extreme Wetterereignisse im vergangenen Sommer, geopolitische Verwerfungen, Handelsspannungen und anhaltend hohe Betriebsmittelkosten haben die Verletzlichkeit der landwirtschaftlichen Erzeugung drastisch verdeutlicht, weshalb sich die europäische Landwirtschaft an einem kritischen Wendepunkt befinde.
Erster Vizepräsident der Copa und Burgenlands LK-Präsident Nikolaus Berlakovich betonte: „Wer bei der Gemeinsamen Agrarpolitik kürzt, gefährdet Europas Versorgungssicherheit. Unsere Bäuerinnen und Bauern stehen angesichts von Klimakrisen, geopolitischen Konflikten und steigenden Kosten vor enormen Herausforderungen. Das GAP-Budget muss abgesichert und endlich inflationsangepasst werden.“
Erster Vizepräsident der Copa und Burgenlands LK-Präsident Nikolaus Berlakovich betonte: „Wer bei der Gemeinsamen Agrarpolitik kürzt, gefährdet Europas Versorgungssicherheit. Unsere Bäuerinnen und Bauern stehen angesichts von Klimakrisen, geopolitischen Konflikten und steigenden Kosten vor enormen Herausforderungen. Das GAP-Budget muss abgesichert und endlich inflationsangepasst werden.“
Zumindest gleiches Budgetniveau
Mit der einstimmig beschlossenen „Stockholmer Erklärung“ beziehen die Interessenvertreter klar Stellung gegen Tendenzen, die GAP-Mittel zu kürzen oder den gemeinsamen Rahmen der EU-Agrarpolitik aufzuweichen. Eine Zersplitterung oder Renationalisierung müsse verhindert werden, um den Binnenmarkt abzusichern. Gefordert wird daher ein Agrarbudget, das mindestens auf dem bisherigen Niveau abgesichert, an die Inflation angepasst und als verlässlicher, zweckgebundener Finanzrahmen garantiert wird. Zudem müsse die landwirtschaftliche Produktion von Nahrungs- und Futtermitteln, Bioenergie und Biomasse ausdrücklich als strategische Säule der europäischen Sicherheits- und Verteidigungsarchitektur anerkannt werden. Gleichzeitig verlangt die Erklärung, den Agrarsektor ins Zentrum der europäischen Wettbewerbsfähigkeit zu rücken. Neben krisenfesten Marktinstrumenten brauche es verstärkte Investitionen in Innovation, Wasserresilienz, ländliche Infrastruktur, Digitalisierung und Bioökonomie. Eine spürbare administrative Entlastung sowie praxistaugliche Regelungen seien unumgänglich. Europa könne seine globale Rolle nicht stärken, während gleichzeitig die Fundamente der heimischen Landwirtschaft geschwächt werden.
Die Erklärung von Stockholm
Die Stockholmer Erklärung auf Deutsch finden Sie im Anschluss zum Download.