Anpassen - Erfolgsrezept für klimafitte Milchbetriebe
Wer in Kärnten Grünland bewirtschaftet und Milchkühe hält, spürt die Auswirkungen des Klimawandels längst am eigenen Betrieb. Hitzeperioden dauern länger und Niederschläge verteilen sich unregelmäßiger. Ein Jahr bringt ausreichend Futter, im nächsten fehlen bereits beim zweiten oder dritten Schnitt die Erträge. Für Milchviehbetriebe wird Anpassungsfähigkeit damit immer wichtiger. Dabei muss nicht alles neu erfunden werden. Oft geht es darum, bestehende Systeme Schritt für Schritt an die veränderten Bedingungen anzupassen.
Eine der unmittelbarsten Folgen steigender Temperaturen ist Hitzestress. Milchkühe mögen es kühl. Ihre Wohlfühltemperatur liegt im Bereich zwischen -5 und +15 °C. Bereits ab rund 20 °C können insbesondere bei hoher Luftfeuchtigkeit erste Anzeichen von Hitzestress auftreten. Je höher die Milchleistung, desto mehr Wärme produziert der Stoffwechsel. An heißen Tagen sinkt häufig die Futteraufnahme, während der Wasserbedarf steigt. Hält die Hitze länger an, können Milchleistung, Fruchtbarkeit und Tiergesundheit darunter leiden. Hitzeschutz wird damit zu einem wichtigen Produktionsfaktor.
An erster Stelle steht eine ausreichende Wasserversorgung. An heißen Tagen kann eine Milchkuh bis zu 150 l Wasser benötigen. Gut erreichbare Tränken, ausreichend Tränkestellen und ein hoher Wassernachlauf sind daher unverzichtbar. Auch Luftbewegung bringt viel. Offene Stallseiten, eine gute Querlüftung und richtig platzierte Ventilatoren verbessern das Stallklima. Auf der Weide brauchen die Tiere an heißen Tagen ausreichend Schatten. Bei großer Hitze können Morgen-, Abend- oder Nachtweide eine Alternative zur Weide während der heißen Tagesstunden sein.
Eine der unmittelbarsten Folgen steigender Temperaturen ist Hitzestress. Milchkühe mögen es kühl. Ihre Wohlfühltemperatur liegt im Bereich zwischen -5 und +15 °C. Bereits ab rund 20 °C können insbesondere bei hoher Luftfeuchtigkeit erste Anzeichen von Hitzestress auftreten. Je höher die Milchleistung, desto mehr Wärme produziert der Stoffwechsel. An heißen Tagen sinkt häufig die Futteraufnahme, während der Wasserbedarf steigt. Hält die Hitze länger an, können Milchleistung, Fruchtbarkeit und Tiergesundheit darunter leiden. Hitzeschutz wird damit zu einem wichtigen Produktionsfaktor.
An erster Stelle steht eine ausreichende Wasserversorgung. An heißen Tagen kann eine Milchkuh bis zu 150 l Wasser benötigen. Gut erreichbare Tränken, ausreichend Tränkestellen und ein hoher Wassernachlauf sind daher unverzichtbar. Auch Luftbewegung bringt viel. Offene Stallseiten, eine gute Querlüftung und richtig platzierte Ventilatoren verbessern das Stallklima. Auf der Weide brauchen die Tiere an heißen Tagen ausreichend Schatten. Bei großer Hitze können Morgen-, Abend- oder Nachtweide eine Alternative zur Weide während der heißen Tagesstunden sein.
Sicherheit durch Futterreserven
Kärnten ist stark von Grünland geprägt, das als zentrale Futtergrundlage eine wesentliche Basis für die Milchproduktion bildet. Längere Trockenperioden können die Erträge jedoch deutlich reduzieren. Bleibt nach einem guten ersten Schnitt der Regen aus, fallen die weiteren Aufwüchse oft deutlich schwächer aus. Futterreserven werden deshalb wichtiger. Wenn ausreichend Lagerraum vorhanden ist, kann ein Vorrat von rund einem bis eineinhalb Erntejahren zusätzliche Sicherheit geben. Damit lassen sich schwächere Futterjahre besser überbrücken und teure kurzfristige Zukäufe vermeiden.
Gleichzeitig lohnt sich ein genauer Blick auf den Pflanzenbestand. Auf trockenheitsgefährdeten Standorten können beispielsweise Knaulgras und Rohrschwingel eine stärkere Rolle übernehmen. Auch Rotklee und andere Leguminosen sind interessant. Auf tiefgründigen und geeigneten Böden kann Luzerne eine weitere Möglichkeit zur langfristigen Sicherung der Grundfutterversorgung sein. Eine Lösung für ganz Kärnten gibt es allerdings nicht. Ein Betrieb im Berggebiet hat andere Voraussetzungen als einer im Kärntner Becken. Boden, Niederschlag, Höhenlage und Nutzungsintensität entscheiden darüber, welche Pflanzen und welche Bewirtschaftung zum Standort passen.
Gleichzeitig lohnt sich ein genauer Blick auf den Pflanzenbestand. Auf trockenheitsgefährdeten Standorten können beispielsweise Knaulgras und Rohrschwingel eine stärkere Rolle übernehmen. Auch Rotklee und andere Leguminosen sind interessant. Auf tiefgründigen und geeigneten Böden kann Luzerne eine weitere Möglichkeit zur langfristigen Sicherung der Grundfutterversorgung sein. Eine Lösung für ganz Kärnten gibt es allerdings nicht. Ein Betrieb im Berggebiet hat andere Voraussetzungen als einer im Kärntner Becken. Boden, Niederschlag, Höhenlage und Nutzungsintensität entscheiden darüber, welche Pflanzen und welche Bewirtschaftung zum Standort passen.
Wichtige Rolle von Bio
Die biologische Landwirtschaft ist in Kärnten fest verankert. Rund 24% der landwirtschaftlich genutzten Flächen werden biologisch bewirtschaftet. Davon entfallen rund 76% auf Dauergrünland - entsprechend wichtig ist Bio auch für die Milchviehhaltung. Viele Grundsätze der biologischen Landwirtschaft unterstützen die Anpassung an veränderte Klimabedingungen: möglichst geschlossene betriebliche Kreisläufe, viel betriebseigenes Grundfutter, Leguminosen, Weidehaltung und eine an die verfügbare Fläche angepasste Tierhaltung.
Trockenheit macht allerdings keinen Unterschied zwischen Bio und konventionell. Besonders für Biobetriebe können Futterengpässe durch höhere Kosten und eine eingeschränkte Verfügbarkeit beim Zukauf zur Herausforderung werden. Futterreserven und eine frühzeitige Planung schaffen daher Sicherheit. Entscheidend ist, die Maßnahmen an die jeweiligen Standort- und Betriebsbedingungen anzupassen.
Trockenheit macht allerdings keinen Unterschied zwischen Bio und konventionell. Besonders für Biobetriebe können Futterengpässe durch höhere Kosten und eine eingeschränkte Verfügbarkeit beim Zukauf zur Herausforderung werden. Futterreserven und eine frühzeitige Planung schaffen daher Sicherheit. Entscheidend ist, die Maßnahmen an die jeweiligen Standort- und Betriebsbedingungen anzupassen.
Passende Kuh für Betrieb
Auch bei der Zucht und Herdenführung verändert sich mit fortschreitendem Klimawandel der Blickwinkel. Neben der Milchleistung gewinnen Gesundheit, Fruchtbarkeit, Nutzungsdauer, Robustheit und Grundfuttereffizienz weiter an Bedeutung. Eine langlebige Kuh verteilt die Aufzuchtkosten auf mehrere Nutzungsjahre. Eine gute Grundfutterleistung verringert die Abhängigkeit von zugekauften Futtermitteln. Mit zunehmenden Hitzeperioden dürfte künftig auch die Fähigkeit der Tiere, mit höheren Temperaturen zurechtzukommen, stärker in den Mittelpunkt rücken. Die Kuh der Zukunft muss daher nicht einfach immer mehr Milch geben. Entscheidend ist, dass sie zum Betrieb, zum Standort und zur vorhandenen Futtergrundlage passt.
Wirtschaftlichkeit verbessern
Viele Maßnahmen zur Klimaanpassung können gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit verbessern. Eine effiziente Milchkühlung und Wärmerückgewinnung senken den Energiebedarf. Photovoltaik kann Strom direkt am Hof bereitstellen - gerade dann, wenn an heißen Sommertagen Ventilatoren und Kühlung besonders stark benötigt werden. Auch beim Wirtschaftsdünger gibt es Potenzial. Eine verlustarme Lagerung und Ausbringung hält mehr Nährstoffe im betrieblichen Kreislauf. Das reduziert Verluste und verbessert die Düngewirkung. Ebenso wichtig ist der Boden. Eine dichte Grasnarbe liefert Futter, schützt vor Erosion, und Beschattung verringert die direkte Verdunstung. Ein gut durchwurzelter Boden kann Niederschläge besser aufnehmen und Wasser für trockenere Phasen speichern. Wer Bodenstruktur und Pflanzenbestand verbessert, stärkt damit die Widerstandskraft des gesamten Betriebes.
Kärntens Stärken nutzen
Kärntens Stärke liegt im Grünland und in der Verbindung von Tierhaltung und Fläche. Diese Ausgangslage bleibt auch unter veränderten Klimabedingungen wertvoll. Sie muss jedoch weiterentwickelt werden. Auf den Wiesen braucht es stabile und standortangepasste Pflanzenbestände sowie ausreichend Futterreserven für schwächere Jahre. Im Stall gewinnen Wasserversorgung, Luftbewegung, Schatten und Kuhkomfort weiter an Bedeutung. Bei Zucht und Herdenmanagement rücken langlebige, gesunde und robuste Tiere stärker in den Mittelpunkt.
Der Klimawandel wird die Milchviehhaltung verändern, wobei gerade eine standortangepasste und grünlandbasierte Milchproduktion in Kärnten auch künftig ihre Stärken ausspielen kann und wird. Ein Patentrezept gibt es nicht. Jeder Hof hat andere Voraussetzungen. Entscheidend ist deshalb, das vorhandene Potenzial am eigenen Betrieb zu erkennen und dort anzusetzen, wo mit vertretbarem Aufwand die größte Wirkung erzielt werden kann.
Der Klimawandel wird die Milchviehhaltung verändern, wobei gerade eine standortangepasste und grünlandbasierte Milchproduktion in Kärnten auch künftig ihre Stärken ausspielen kann und wird. Ein Patentrezept gibt es nicht. Jeder Hof hat andere Voraussetzungen. Entscheidend ist deshalb, das vorhandene Potenzial am eigenen Betrieb zu erkennen und dort anzusetzen, wo mit vertretbarem Aufwand die größte Wirkung erzielt werden kann.