Anpacken für die Alpwirtschaft
Während der Projektwoche bereiten sie die Alpwiesen auf den Alpsommer vor. Schließlich soll sich das Weidevieh hier oben wieder so richtig wohlfühlen. Nach der Schneeschmelze bleiben auf den steilen Almflächen Steine, Holz und weitere Lawinenreste zurück. Um die Wiesen für die Beweidung im Sommer bereit zu machen, müssen die Landwirte, die ihr Vieh ins Garneratal bringen, viele Stunden an gemeinnütziger Arbeit leisten. Hierbei greifen die Freiwilligen des Bergwaldprojekts den Landwirten unter die Arme. Sie räumen Geröll und Holz auf, mähen Gebüsch, bringen Zäune in Stand und stechen den giftigen Germer aus, der sich auf den Weideflächen stark ausbreitet. Die Arbeiten wurden früher ausschließlich von den Landwirten selbst durchgeführt. Aufgrund der sinkenden Zahl an Betrieben sind die umfangreichen Maßnahmen heute jedoch kaum mehr allein zu bewältigen. Genau da setzt das Bergwaldprojekt an und unterstützt die Landwirte. „Das Projekt läuft seit Jahren super und die Freiwilligen sind topmotiviert. Uns ist besonders aufgefallen, dass die Wertschätzung für die Arbeit der Landwirte dadurch steigt“, sagt Projektleiterin Veronika Kartnig, die mit ihrer Familie auf 1.650 Höhenmetern die Melkalpe Garnera bewirtschaftet und den Montafoner Sura Kees herstellt.